Leserbriefe
Muss das sein?

Zur Berichterstattung über die Beleuchtung der Innenstädte

In Zeiten von Energieknappheit, Versorgungsengpässen und sündhaft teuren Energiepreisen sind wir alle angehalten, Energie zu sparen. Seit ein paar Tagen wird sogar vorgeschrieben, Schaufenster und öffentliche Gebäude nicht mehr zu beleuchten, um Energie einzusparen. 

Vor ein paar Tagen spazierte ich nachts mit meiner Frau durch die Stadt Weilheim. Schockierenderweise mussten wir feststellen, dass die Peterskirche die ganze Nacht hindurch mit zwei großen Strahlern vom gegenüberliegenden Hausdach angestrahlt wird. Auch die Hauswand der Stadtbücherei und ein angrenzendes Fachwerkhaus werden lichtstark angestrahlt. Zumindest diese Lichtquelle strahlt nicht die ganze Nacht. 

Sollte die Stadt nicht unabhängig von Verboten durch Bund und Länder mit gutem Beispiel vorangehen und zum Strom- beziehungsweise Energiesparen animieren? Wir sind absolut dafür, dass sicherheitsrelevante Plätze gerade nachts beleuchtet werden. Allerdings haben wir in unserer aktuellen energiepolitischen Situation kein Verständnis für „Lighting for sightseeing by night“. Liebe Städte und Gemeinden, geht doch mit gutem Beispiel voran und spart unser aller Strom.

Alexandra und Thomas Löffler, Weilheim