Leserbriefe

Preiswertere Lösungen suchen

Leserbrief zum Artikel „Ein Dach macht noch kein Hallenbad“ vom 6. Juni

Noch ein paar Gedanken zum Thema Hallenbad: Blick in die Kristallkugel: Was ist, wenn das Hallenbad im Jahr 2028 noch immer nicht gebaut ist? Geht dann OB Bader in Vorruhestand, oder wird er nochmals wiedergewählt werden können?

Was ist, wenn die Kooperation mit Dettingen endgültig vorbei ist und die neue Kostenberechnung für ein Hallenbad 50 Millionen und mehr Euro beträgt? Was ist, wenn, wie beim Kornhaus, das Geld erstmal nicht vorhanden ist (die nächste Krise kommt bestimmt), unter anderem auch weil enorme Kosten für Hochwasserschutz, für Sanierung weiterer Schulen, für mehr Kitas, für die energetische Sanierung des alten Rathauses, für die Sporthalle der allerseits beliebten Knights, für ein eventuell notwendiges drittes Gymnasium noch nicht berücksichtigt sind? Wenn die Steuereinnahmen nicht mehr den Haushalt decken?

Denken wir dann über den Tellerrand hinaus und suchen nach sinnvollen günstigeren Alternativen zum Beispiel in Gestalt einer interkommunalen Lösung beim Hallenbad mit Dettingen, Weilheim und den Kommunen aus dem Lenninger Tal? Wir brauchen kein Wellness-Hallenbad wie in Bad Wörishofen oder eine andere Freizeitbad-Funlösung.
Wir brauchen vor allem ein Bad, das bezahlbar ist und kein Abmangel von zwei Bädern (Freibad und Hallenbad) anfällt und die Grundbedürfnisse von Schulen, DLRG und Wasserballern erfüllen kann – ein Ganzjahres-Betrieb wäre wünschenswert.

Und ich bin mir sicher, es gibt preiswertere Lösungen, wenn man nur will. Der neue Gemeinderat wird es entscheiden oder „ausbaden“ müssen.

Klaus-Uwe Rolle, Kirchheim