Leserbriefe

Zehn Jahre warten . . .

Zum Artikel „Ortsmitte soll Begegnungsstätte werden“ vom 15. Juli

Der Artikel über die Vorschläge der „Arche“ in der Ortsmitte eine Begegnungsstätte zu verwirklichen, hat mich sehr gefreut. Es ist wichtig, dass viele Menschen an der Entwicklung der Gemeinde teilhaben. Deshalb vielen Dank an Herrn Kalmbach, dass er das Thema wieder auf die Tagesordnung bringt.

Der Gemeinderat in Notzingen hat bei „neuartigen“ Vorschlägen und Anträgen schon immer skeptisch abgestimmt, nur um diese Ideen rund zehn Jahre später teils doch zu verwirklichen. So war es bei den Tempo-30 in Wohngebieten (1994), den Sonnenkollektoren auf dem Schuldach (2003), die Planungen der Landstraße oder der Ortsmitte (seit 2014). Als ehemaliger SPD-Gemeinderat (von 1999 bis 2019) kann ich ein Lied davon singen. Seit acht Jahren, denn so lange kämpft die SPD-Fraktion im Gemeinderat dafür, die Gutachten zur Landstraße und Ortsmitte, die in Auftrag gegeben wurden, entsprechend umzusetzen.

Nachdem das Vorkaufsrecht für die Scheuer dieses Jahr von Bürgermeister Haumacher ausgeübt wurde, kann der Abriss und die Planung der Ortsmitte neu diskutiert und hoffentlich nach weiteren zwei Jahren endlich verwirklicht werden – denn wie wir gelernt haben: Zehn Jahre muss man der Willensbildung im Gemeinderat Zeit lassen. Bei der Umgestaltung der Landesstraße dürfen wir länger warten, denn die Straße wurde erst 2021 saniert und der neue Belag muss noch mindestens neun Jahre trocknen.

Hans-Joachim Heberling, Notzingen

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