Kirchheim

1500 Schüler demonstrieren für ein drittes Gymnasium

Foto: Jean-Luc Jacques
Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Es war eine große Kundgebung in Kirchheim, und sie verlief überaus friedlich: 1500 Schüler demonstrierten für den Bau eines dritten Gymnasiums. Laut der Teckboten-Ausgabe vom 10. April 1995 skandierten sie Sprechchöre mit Parolen wie „Schloss und LUG machen Druck“, „Anbau am LUG, der letzte Betrug“ oder auch „Dependance letzte Chance“. Am Samstagvormittag zogen die Gymnasiasten, begleitet von vielen Lehrern und Eltern, durch die Kirchheimer Innenstadt zum Rathaus. Dort übergaben sie 2575 Unterschriften an Peter Jakob, damals Oberbürgermeister der großen Kreisstadt. Schon jetzt gehörten die beiden Kirchheimer Gymnasien zu den größten im Oberschulamtsbezirk, lautete die Klage. Mit drastisch steigenden Schülerzahlen musste gerechnet werden. Speziell am LUG wurde ein Massenbetrieb befürchtet durch den geplanten Anbau mit mehr Aggressivität und Drogenkonsum. Ein „Ableger“ am Hegelesberg schien für viele eine Lösung zu sein. Wie bekannt, kam es nicht zu dieser Lösung, Kirchheim hat nach wie vor zwei allgemeinbildende Gymnasien, eines am Milcherberg, eines in der Jesinger Halde. ist


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