Kirchheim

1,9 Millionen Euro für den ersten Schritt

Feuerwache Die Stadt Kirchheim beginnt mit der Sanierung des Technischen Zentrums in der Henriettenstraße.

Kirchheim. In der Kirchheimer Feuerwache sollen bereits im Herbst die Sanierungsarbeiten beginnen, die schon so lange dringend nötig sind, die aber immer wieder hinausgeschoben worden waren. Der Gemeinderat hat zugestimmt, einen ersten Bauabschnitt auszuschreiben und dafür 1,9 Millionen Euro im laufenden Haushalt bereitzustellen. Der größte „Brocken“ entfällt mit 1,7 Millionen Euro auf die Schadstoffsanierung im ersten Stock und auf die Dachsanierung. Hinzu kommen 120 000 Euro für den Brandschutz sowie 90 000 Euro für einen Aufzug.

Damit würde die Sanierung wenigstens einmal beginnen, die im Oktober 2014 auf Gesamtkosten von 6,5 Millionen Euro geschätzt worden war. Diese Kosten dürften sicher noch steigen, weil beinahe drei Jahre seit der Schätzung vergangen sind. Ein Beispiel dafür ist die jetzt vorgesehene Ausschreibung: Die Schadstoff- und Dachsanierung, die inzwischen auf die besagten 1,7 Millionen Euro kommt, war vor drei Jahren noch auf 1,4 Millionen Euro geschätzt worden. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich der Gemeinderat ohne Gegenstimmen für die nun anstehenden Sanierungen entschieden.

Zügig weitermachen ist wichtig

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Aeugle hält es zwar für problematisch, „mit Dach und Obergeschoss zu beginnen, ohne zu wissen, was die Sanierung von Erd- und Untergeschoss kostet“. Trotzdem sei es richtig, jetzt anzufangen, da die gesamte Sanierung eigentlich Ende 2019 hätte abgeschlossen sein sollen. Deshalb konstatierte er unmissverständlich: „Wir können uns nicht vorstellen, dass die Sanierung so weitergeht - mit ständigen Umschichtungen und Verschiebungen.“

Sabine Bur am Orde-Käß, die Vorsitzende der Grünen-Fraktion, sprach von den „unstrittigen Punkten“, die es zu beschließen galt. Auch Andreas Banzhaf (Freie Wähler) sagte: „Der Weg, den wir da einschlagen, ist sinnvoll. Es ist richtig, ein solides und hochwertiges Gebäude jetzt zu sanieren.“

Einzig die CDU sieht die Sanierung kritischer, weswegen sie sich auch komplett der Stimme enthielt. Ihr Fraktionsvorsitzender Dr. Thilo Rose, zweifelte an, dass die Sanierung eines Gebäudes, das über 40 Jahre alt ist, wirklich besser sein soll als ein Neubau: „Wir treten damit etwas los, bei dem wir nicht wissen, was sonst noch alles auf uns zukommen wird.“

Sabine Lauterwasser (Frauenliste) stellte fest: „Ein weiteres Hinauszögern muss unbedingt vermieden werden. Es ist wichtig, dass der erste Bauabschnitt zügig beginnt.“ Gilt hier die Sitzungsvorlage, dann dürfte dieser Wunsch in Erfüllung gehen: Als Baubeginn ist dort bereits „September 2017“ angegeben.Andreas Volz

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