Kirchheim

41. Weihnachtsaktion lindert die Folgen von Corona vor Ort

Startschuss Mit einem üppigen Scheck in Höhe von 2000 Euro von der Volksbank ist die 41. Spendenaktion des Teckboten angelaufen. Von Irene Strifler

Zum Start der Weihnachtsaktion haben die Vorstandsmitglieder der Volksbank, Heinz Fohrer (links) und Eberhard Gras (rechts) eine
Zum Start der Weihnachtsaktion haben die Vorstandsmitglieder der Volksbank, Heinz Fohrer (links) und Eberhard Gras (rechts) einen großen Spendenscheck an Teckboten-Verleger Ulrich Gottlieb übergeben. Foto: Markus Brändli

In guter Tradition hat die Volksbank Kirchheim-Nürtingen auch in diesem Jahr wieder den Startschuss für die Weihnachtsaktion des Teckboten gegeben. Die Vorstandsvertreter Eberhard Gras und Heinz Fohrer überreichten Teckboten-Verleger Ulrich Gottlieb in seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins „Gemeinsam für eine gute Sache“ einen Scheck in Höhe von 2000 Euro. Ulrich Gottlieb zeigte sich ausgesprochen erfreut darüber, auch in diesem von Corona gezeichneten Jahr auf die wichtige Unterstützung des heimischen Kreditinstituts zählen zu können.

„Wir haben hier in der Region schon vor langer Zeit erkannt, dass wir alle an einem Strang ziehen müssen“, blickte Eberhard Gras auf das gedeihliche Miteinander im Kreis zurück. Sowohl bei der lokalen Tageszeitung wie auch bei der Genossenschaft steht ganz klar der Mensch im Mittelpunkt. Daher war es für die Volksbank-Vertreter keine Frage, gerade in diesen herausfordernden Zeiten wichtigen sozialen Projekten Unterstützung zu gewähren.

Hilfe erfahren die auserwählten Institutionen einerseits in finanzieller Hinsicht, aber auch durch die Berichterstattung, die die einzelnen Organisationen in den Mittelpunkt rückt. „Die Weihnachtsaktion gibt den Engagierten Anerkennung und Wertschätzung“, betonte Heinz Fohrer. Genau dies haben all diejenigen Menschen, die zu unentbehrlichen Stützen der Gesellschaft geworden sind und dafür nicht einmal Lohn verlangen, auch wahrlich verdient. Auch Ulrich Gottlieb erzählte aus langjähriger Erfahrung, dass die Berichterstattung im Rahmen der Weihnachtsaktion im Teckboten für die Organisationen eine wichtige Unterstützung bedeutet. Nicht wenige Einrichtungen erhielten dadurch dringend benötigte neue Helfer. Viele Ehrenamtliche wiederum sind so auf Initiativen aufmerksam geworden, denen sie seither einen wesentlichen Teil ihrer Freizeit widmen.

Die Arbeit der sozialen Einrichtungen ist durch Corona viel komplizierter geworden als sie früher war. Das belegen fast alle Bewerbungen, die der Teckboten-Jury vorlagen. In vielen Fällen führt allein die Beachtung der Hygienevorschriften zu großem Zeitaufwand und Mehrausgaben. Manchmal muss auch auf die Unterstützung durch den einen oder anderen Ehrenamtlichen verzichtet werden, wenn diese rein altersmäßig oder aus gesundheitlichen Gründen einer Risikogruppe angehören. Risikopatienten sind oft auch die Zielgruppen sozialer Einrichtungen, seien es Menschen mit Behinderung oder Senioren.

Zu guter Letzt hat sich die Einnahmensituation manch einer Initiative deutlich verschlechtert, da es den ganzen Sommer über so gut wie keine Marktstände, Caférunden oder andere gesellige Aktionen gibt, bei denen etwas verdient werden kann. Die Arbeitsbedingungen sind also rundum schlechter geworden. Auf der anderen Seite ist der Bedarf an Beratung gestiegen. Die Einsamkeit der Bedürftigen nimmt zu, unkompliziert Hilfe zu erlangen, ist kaum mehr möglich.

Vor diesem Hintergrund ist der Wunsch der Volksbank Kirchheim-Nürtingen klar: Auch in diesem Jahr möge die Aktion wieder eine stolze Spendensumme erzielen - zum Wohle der Menschen und unserer Region.

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