Kirchheim

AfD-Kandidat setzt auf E-Fuels

Politik Christof Deutscher will bei der Landtagswahl punkten und sieht die Grünen als seine Hauptkonkurrenten.

Kirchheim. Bei der Landtagswahl tritt als Kandidat der AfD der diplomierte Betriebswirt und Firmengründer Christof Deutscher an. Neben seiner Erfahrung im Bereich Wirtschaft und Finanzen könne der 57-Jährige auch auf jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen verweisen. Christof Deutscher möchte seinen Beitrag dazu leisten, dass Deutschland und speziell Baden-Württemberg erneuert wird und dabei an Prinzipien und Wurzeln anknüpfen, die zum jahrzehntelangen sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg geführt haben sollen.

„Mein Hauptkonkurrent im Wahlkreis Kirchheim ist der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Andreas Schwarz“, sagt er. Er biete ihm einen fairen und argumentativen Wahlkampf zum Wohle der Bürger an.

Die bessere Anbindung des Neckartals an die Filder ist ein politisches Projekt, das von verschiedenen politischen Kräften im Landkreis schon seit Jahrzehnten gefordert wird. Auch der AfD-Kandidat hält das für notwendig. Schon 2016 hatte die Stadt Wendlingen ein Gutachten zu einem S-Bahn-Ringschluss von den Fildern ins Neckartal in Auftrag gegeben, dem 2018 ein detailliertes Gutachten der Region Stuttgart folgte. „Danach ist klar, dass eine S-Bahn mit bürgernaher Vertaktung auf der Schnellbahnstrecke Stuttgart-Ulm nicht möglich ist und mit ganzer Kraft eine Anbindung von Wendlingen an die S 2 in Neuhausen angestrebt werden muss“, erklärt er.

Auch an der grünen Spitze möchte Deutscher etwas ändern: „Die Grünen stellen in unserem Bundesland seit fast zehn Jahren sowohl den Ministerpräsidenten als auch die Minister für Umwelt und Verkehr. Dazu kommt, dass ein Fraktionsvorsitzender erheblichen Einfluss auf die praktische Politik hat.“ Es sei keine Zeit mehr für Zukunftsvisionen und Klärung von schon längst entschiedenen Alternativen. Der AfD-Kandidat hält die Verteufelung des Verbrennungsmotors, die Anti-Diesel-Kampagne und die Schwerpunktsetzung auf die Elektromobilität für falsch. Dies koste sowohl bei der Autoindustrie, den Zulieferbetrieben sowie dem Kfz-Gewerbe viele Arbeitsplätze. Er setzt auf die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe, sogenannten E-Fuels, „mit denen sich alle Verbrennungsmotoren und auch Öl-Heizungen CO2-neutral betreiben lassen, ohne die Technik zu verändern.“ Auch die vorhandenen Transport-, Verteil- und Tankinfrastrukturen können so, seiner Meinung nach, weiter genutzt werden. pm

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