Kirchheim

AOK: Angststörungen nehmen zu

Region. Unerklärbare Angstreaktionen, ständige Alarmbereitschaft, Schweißausbrüche, Panik: Angststörungen können Betroffene erheblich belasten. Im Landkreis Esslingen sind sie nach Zahlen der AOK-Gesundheitskasse weit verbreitet. 3,5 Prozent der Versicherten wurden deswegen im letzten Jahr behandelt - Tendenz steigend.

„Bei Menschen, die an Angststörungen erkrankt sind, tritt die Angst auch in normalen Situationen auf, die keine Gefahr darstellen“, erklärt Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. Im Jahr 2016 waren mehr als 5 200 AOK-Versicherte wegen Angststörungen in Behandlung. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Neben dauerndem Angstzustand oder Angstanfällen sind typische Symptome unter anderem Konzentrationsschwierigkeiten, Unruhe und Schlafstörungen. Aber auch Herz-Kreislaufbeschwerden und Übelkeit können auftreten. „Oft werden Angststörungen nicht erkannt, wenn Betroffene zwar über Schmerzen, Schlafstörungen oder andere körperliche Beschwerden klagen, aber ihre Ängste beim Arzt nicht ansprechen“, sagt AOK-Ärztin Sabine Knapstein. pm


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