Kirchheim

Armut führt direkt aufs digitale Abstellgleis

Vorstoß Wer keine Mittel für PC und Internet hat, kann leicht in soziale Isolation geraten. Die Diakonie kämpft dagegen mit Spenden und politischen Forderungen. Von Thomas Zapp

Sozialarbeiter Markus Buck (links) und Bezirksstellenleiter Reinhard Eberst helfen mit Laptops weiter. Foto: Markus Brändli
Sozialarbeiter Markus Buck (links) und Bezirksstellenleiter Reinhard Eberst helfen mit Laptops weiter. Foto: Markus Brändli

Die Corona-Zeit erschwert persönliche Begegnungen und verstärkt damit einen Trend, der vor allem für einkommensschwache Schichten zum Problem wird. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben läuft zunehmend digital. Doch dazu bedarf es eines funktionierenden Internetzugangs, der nötigen Hardware und zumindest grundlegender IT-Kenntnisse. „Das Thema wird uns sicher noch eine Weile beschäftigen, auch nach Corona“, ist sich Reinhard Eberst, Leiter der Diakonischen Bezirksstelle Kirchheim, sicher. Die ...

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Zentrale Forderungen der Diakonie

Eine digitale Grundausstattung und die Vermittlung digitaler Kompetenzen muss Menschen in Armut ermöglicht werden, denn sie ist Voraussetzung, um ihnen eine digitale gesellschaftliche Beteiligung zu ermöglichen.

Schülerinnen und Schüler müssen ebenfalls eine digitale Ausstattung haben, inklusive Anschluss, um zu garantieren, dass alle Kinder und Jugendlichen gleiche Bildungschancen zu haben.

Mehrsprachige Möglichkeiten digitaler Kommunikation, Beratung und Antragsverfahren müssen für Eingewanderte ohne umfangreiche Kenntnisse der deutschen Sprache geschaffen werden.

Für Wohnungslose sollen Zugänge zu digitaler Kommunikation geschaffen werden, die keine orstgebundenen Zugänge voraussetzen, wie mobile Datenzugänge und Geräte.

Im Sozialgesetzbuch muss digitale Teilhabe als zentraler Aspekt der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft verankert werden. zap