Kirchheim

Auch mit Oleandern lässt sich‘s ins Kino wandern

Sommerstimmung Wer eine „Palme“ für den Martinskirchplatz abgeben will, kann sich am Samstag, 31. Juli, anmelden.

Eine Palme macht noch keinen Sommer. Aber viele „Palmen“ machen ein Sommernachtskino.   Archiv-Foto: Carsten Riedl

Kirchheim. „Nur die Harten kommen in den Garten“: Das gilt seit vielen Jahren – so oder so ähnlich – für die „Palmen“, die das Kirchheimer Sommernachtskino schmücken und dadurch der „Cinema City“ rund um die Martinskirche einen Hauch mediterraner Exotik verleihen. „Palme“ ist indessen nur der symbolische Oberbegriff für alle Arten von Pflanzen, die irgendwo an den Gestaden des Mittelmeers wachsen könnten und deshalb die passende Sommerstimmung „rüberbringen“. Es kann sich bei der „Palme“ also durchaus auch um einen Oleander handeln. Ungeeignet wären dagegen Nordmanntannen oder Serbische Fichten – nicht unbedingt wegen ihres Herkunftsgebiets, sondern vielmehr, weil sie eher winterliche Assoziationen wecken.

Mit den Kirchheimer Sommernachtskino-„Palmen“ hat es freilich noch eine besondere Bewandtnis: Weder stammen sie direkt von Gärtnern noch lagern sie das ganze Jahr über in derselben Halle wie die weißen Plastikstühle. Stattdessen stehen sie normalerweise in den guten Stuben der Menschen aus Kirchheim und Umgebung, die sich so sehr mit dem Sommernachtskino identifizieren, dass sie ihre Pflanzenlieblinge fast vier Wochen lang dorthin in Obhut geben.

Die „Palmen“ stehen also in der kollektiven guten Sommerstube Kirchheims, um dem Publikum ein ebenso exotisches wie heimeliges Gefühl zu geben. Für die Pflanzen ist es nicht immer leicht, sich Wind und Wetter ausgesetzt zu sehen. Deshalb sind es eben auch die „Harten“, die in den Garten kommen – oder wahlweise „die Robusten, die ins Kino mussten“, „die Stabilen, die auf den Kirchplatz fielen“ respektive „die Sommerfesten, die die Filme testen“.

Wer eine Pflanze vorübergehend abzugeben hat, kann sich am morgigen Samstag, 31. Juli, ab 8 Uhr in der Früh unter der Tele­fonnummer 01 60/97 21 60 56 bei Kinobetreiber Reimund Fischer melden. Die ersten 50 Anrufer kommen zum Zug. Als Lohn winkt eine persönliche, nicht übertragbare Dauerkarte. Andreas Volz
 

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