Kirchheim

Auf dem Friedhof werden Bäume gefällt

Kirchheim. Auf dem Waldfriedhof in Kirchheim wurde bei Nachkontrollen des Baumbestands im Juli dringender Handlungsbedarf an 23 Bäumen festgestellt. Um Friedhofsbesucher zu schützen, müssen zwölf dieser Bäume jetzt noch im August gefällt werden.

Eine entsprechende artenschutzrechtliche Genehmigung für die Fällung der Bäume wurde beim Landratsamt Esslingen als untere Naturschutzbehörde beantragt. Die restlichen elf nicht verkehrssicheren Bäume können durch Kronenpflege und Einkürzungen zunächst gesichert und dann erst später im Herbst gefällt werden. Im Rahmen der Baumfällungen kann es zu zeitweisen Sperrungen und Beeinträchtigungen beim Friedhofsbesuch kommen.

Um einen gesunden Baumbestand an den Straßen und in den Grünanlagen im Stadtgebiet zu sichern und eine Gefährdung zu verhindern, werden die Bäume im Stadtgebiet regelmäßig von Mitarbeitern und Spezialfirmen kontrolliert und auf Krankheiten oder Schäden untersucht. „Durch den Wassermangel der letzten Sommer sind viele Bäume abgestorben oder derart geschwächt, dass sie bruchgefährdet sind“, erklärt Wolf Rühle, Umwelt- und Naturschutzbeauftragter bei der Stadtverwaltung Kirchheim

Häufige Ursache für Fällungen sind holzzersetzende Pilze. So treten momentan vermehrt Pilzerkrankungen wie das Eschentriebsterben oder die Rußrindenkrankheit auf. Gerade die Rußrindenkrankheit zählt zu den typischen Folgen der außergewöhnlich langen und trockenen Sommer der vergangenen Jahre. „Auch Insekten wie beispielsweise die Borkenkäfer, die sich bei langer Trockenheit außergewöhnlich stark vermehren können, machen den Bäumen zunehmend zu schaffen“, sagt Rühle.pm

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