Kirchheim

Aus Pommes und Burger wird eine „Couchkartoffel“

Essen Auszeit für die Diät: Auf dem Kirchheimer Streetfood-Festival fällt es schwer, auf Kalorien zu achten. Hier locken über 20 Foodtrucks mit Leckerbissen. Von Melissa Seitz

Mit Fleisch, vegetarisch oder vegan - Jeder wird auf dem zweiten Kirchheimer Streetfood-Festival fündig.Fotos: Jean-Luc Jacques
Mit Fleisch, vegetarisch oder vegan - Jeder wird auf dem zweiten Kirchheimer Streetfood-Festival fündig. Foto: Jean-Luc Jacques

Es ist kurz nach 18 Uhr. Die Foodtrucks auf dem Kirchheimer Rollschuhplatz haben gerade erst ihre Ausgabefenster geöffnet und schon strömen die Besucher zum zweiten Streetfood-Festival. Das Wetter passt, die Reggae-Musik der Sängerin Mayembé Malayika auch. Perfekte Bedingungen also, um sich hier den Bauch vollzuschlagen. Doch wer auf dem Rollschuhplatz nach einer gewöhnlichen Curry-Wurst mit Pommes sucht, der sucht vergeblich. Beim Vorbeigehen an den unterschiedlichen Foodtrucks und Ständen locken ausgefallene Burgervariationen, schwäbische Spezialitäten, süße Versuchungen und viele weitere Köstlichkeiten.

Bekannte Gesichter am Stand
Die Kochschule „esscapade“ ist das erste Mal beim Kirchheimer Streetfood-Festival. Schon von Weitem riecht es nach Spareribs und leckeren Steaks. „Das ist für uns eine total neue Erfahrung“, sagt Ingo Schad über die Veranstaltung, „normalerweise bieten wir nur Kochkurse an.“ Schon in den ersten paar Minuten nach der Eröffnung des Festivals konnte der Grillexperte einige bekannte Gesichter begrüßen: „Vorhin kam erst jemand vorbei, der schon einmal einen Kurs bei uns gemacht hat.“ Seine Wahl: Spareribs, die nach sechs Stunden auf dem Grill ihren Geschmack erst richtig entfalten. Wer experimentierfreudig ist, sollte laut dem Experten zum geräucherten Hähnchen mit Wok-Gemüse greifen. „Das isst man nicht jeden Tag“, meint Ingo Schad.

Mit Fleisch, vegetarisch oder vegan - jeder wird auf dem zweiten Kirchheimer Streetfood-Festival fündig.Fotos: Jean-Luc Jacques
Foto: Jean-Luc Jacques

Ein paar Schritte weiter gibt es etwas, das der Schwabe sehr gut kennt: Maultaschen - zumindest sehen sie so aus. „Nein, das sind keine Maultauschen“, erklärt Bea Virnau. „Das sind Kärntner Nudln.“ Und zwar das Original, denn die geborene Kärntnerin bekommt ihre Ware direkt von ihren Cousins aus Österreich. „Es gibt verschiedene Füllungen,“ erzählt Bea Virnau. Für Naschkatzen gibt es die „Nudln“ mit Heidelbeeren. Wer gerne italienisch isst, wird die Tomaten-Mozarella-Nudl lieben.

Schräg gegenüber verkauft die Truppe der „Foodtrucker“ gerade die Sorte von Burger, die jeder zweite Besucher auf dem Festival in den Händen hält: den Pulled Pork Burger. Langsam gegartes Fleisch, butterweich, in Streifen gerupft - das klingt ziemlich lecker. Noch leckerer schmeckt es verpackt in einem Brötchen mit Krautsalat und Soße.

Kombi aus Burger und Pommes
Apropos Burger: Den gibt es in einer eher ungewöhnlichen Art bei der „Bulli Bande“. Von außen lassen die Kartoffeltaschen nicht erahnen, was drinsteckt. „Wir dachten uns, Burger und Pommes mag ja jeder“, erklärt Hannes Kügler, „dann haben wir beides einfach kombiniert.“ So entstand die „Couchkartoffel“. Zwischen zwei Kartoffelpuffer haben Hannes und Maria Kügler einen Burger Patty gepackt, Käse und viel Gemüse dazugegeben und in einem Sandwichtoaster verschlossen. Die „Couchkartoffel“ gibt es in vielen Variationen und dazu noch einen Klecks ihrer selbst gemachten Soßen.

Streetfoodfestival auf Rollschuhplatz
Die Auswahl ist groß beim Streetfoodfestival auf dem Rollschuhplatz. Foto: Jean-Luc Jacques

Wer jetzt noch etwas Süßes zum Abschluss braucht, isst am besten einen Kebab - doch nicht etwa mit Dönerfleisch, sondern mit Schokolade. Alles in der „Choco Bar“ sieht so aus wie in einem richtigen Döner-Landen: Im Hintergrund dreht sich ein Schoko-Spieß, nebendran werden die Maisfladen gebacken, und in der Ausgabe können die Kunden entscheiden, welche fruchtigen Zutaten sie in ihrem Kebab haben möchten.

Info Das Streetfood-Festival hat unter der Woche von 18 bis 23 Uhr geöffnet und am Wochenende von 11 bis 23 Uhr. Am letzten Tag des Festivals, am 5. Juni, kann von 11 bis 18 Uhr geschlemmt werden.

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