Kirchheim

Baufenster umfasst 2000 Quadratmeter

Bau Im Rat und in einer Pressemitteilung äußert sich die Stadt Kirchheim zum Artikel über die Bürgerinitiative Klosterwiese.

Kirchheim. Die Darstellung der Bürgerinitiative Klosterwiese im Teckboten vom Samstag, 27. Mai, wurde zum Thema in der jüngsten Kirchheimer Ratssitzung. Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker hat eine Reihe von Aussagen der Bürgerinitiative korrigiert beziehungsweise ergänzt.

So betont die Initiative, dass im unteren Teil der Wiese ähnlich wie im Hafenkäs „drei Gebäude im Zuge der Anschlussunterbringung von Flüchtlingen und anderen Wohnungssuchenden gebaut werden“. Hierzu die Stadt: „Am Standort Klosterwiese entstehen zwei dreigeschossige Wohngebäude sowie ein kleines eingeschossiges Gebäude als Treffpunkt und zur Sozialbetreuung. Der Ursprung dieser Idee kommt von den Bewohnern des Klosterviertels.“

Baugrenze eingehalten
Weiter wird Dr. Andreas Majocco im Teckboten mit dem Satz zitiert: „Ursprünglich hieß es, an der ersten Schranke - etwa auf Höhe der Roseggerstraße - endet die Bebauung. Diese Linie ist jetzt schon um 13 Meter überschritten.“ Die Stadt betont, dass die im Bebauungsplan Klosterviertel festgelegte Baugrenze in etwa auf Höhe der Roseggerstraße verläuft und dies auch genau so umgesetzt wird.

Die Aussage im Artikel, ein Drittel der Klosterwiese werde bebaut, berichtigt die Stadt: „Die gesamte Klosterwiese hat ohne den Spielplatz eine Fläche von 12 000 Quadratmetern. Das Baufenster umfasst etwa 2 000 Quadratmeter.“

Die Bürgerinitiative spricht von einer Bebauung mit vier Häusern. Hierzu stellt die Stadt klar: „Der Bebauungsplan Klosterviertel ermöglicht grundsätzlich vier Gebäude innerhalb des Plangebietes.“ Der Gemeinderat hat jedoch im September die Baufreigabe für zwei Gebäude beschlossen.

Stadt hat kein Vorkaufsrecht
Zum Kritikpunkt der Bürgerinitiative, wonach die Stadt ihr Vorkaufsrecht für private Immobilien hätte nutzen sollen, speziell beim Kiki Mondo-Areal, berichtigt die Stadt, dass ein solches Vorkaufsrecht sehr wohl geprüft wurde, aber nicht bestand.

Die Initiative wird zitiert mit „Es gibt schon noch Raum in der Stadt“ und verweist auf Alternativstandorte in der Tannenberg- oder Humboldtstraße. Hierzu wird klargestellt, dass am Güterbahnhof sowie in der Tannenbergstraße nur vorläufige Unterbringung, nicht aber Wohnen zulässig sei. „Der Stadt ist es ein Anliegen, dauerhaft multifunktional nutzbare Gebäude zu schaffen und damit nachhaltig zu investieren. Bei den Neubauten handelt es sich um Gebäude für herkömmliches Wohnen. An die gewählten Standorte sind deshalb dieselben Anforderungen zu stellen, wie an herkömmliche Wohnbauvorhaben." ist/pm

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