Kirchheim

Bei der Digitalisierung eine Schippe drauflegen

Bundestagswahl „Wir brauchen dringend flächendeckend ein schnelles Internet“, sagt Michael Hennrich.

Symbolbild

Region. Im Alltag von fast allen Menschen ist die Digitalisierung angekommen, schreibt der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich in einer Pressemitteilung. Messenger-Dienste, soziale Netzwerke, im Geschäftsverkehr oder als Konsument - vieles habe sich wie selbstverständlich in die Online-Welt verlagert. Die meisten Unternehmen in der Region könnten sich die Arbeit ohne Internet kaum noch vorstellen: Bestellungen werden online abgegeben, Dienstleistungen direkt zwischen PCs erbracht, und für viele Arbeitnehmer ist Homeoffice eine Alternative oder Ergänzung zum täglichen Pendeln ins Büro geworden. Hennrich ist es ein großes Anliegen, dass digitaler Fortschritt und Innovation jedem zugutekommen, das Leben erleichtern und dadurch neue Möglichkeiten eröffnet werden.

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Digitalisierung funktioniere nicht ohne Vernetzung. „Wir brauchen dringend flächendeckend ein stabiles und schnelles Internet.“ In dieser Legislaturperiode war Hennrich deshalb froh darüber, dass Gemeinden in der Region Bundeszuschüsse für den Breitbandausbau erhalten haben. „Der Bund hat ein klares Signal gegeben: So gut wie alle Anträge wurden in voller Höhe unbürokratisch bewilligt, und die Gelder wurden schnell ausgeschüttet. Bis 2018 wollen wir flächendeckend den Rückstand bei der Internetversorgung mit der Geschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde aufgeholt haben.“ In Zukunft werden neue Wohn- und Gewerbegebiete gesetzlich zwingend an die schnellen Netze angebunden, so Hennrich.

Junge Menschen sollen optimal auf ihr Leben im digitalen Zeitalter vorbereitet werden, ergänzt Hennrich. „Bundesweit brauchen wir einen Digitalpakt für die Schulen, der in allen Ländern mit der Kultusministerkonferenz auf den Weg gebracht wird. Dabei unterstützen wir die Schaffung einer Bildungs-Cloud, fördern die Weiterbildung von Lehrern und stärken die Sensibilität für die Chancen und Risiken einer digitalen Lebenswelt.“

Für die Wirtschafts- und Arbeitswelt bedeute Digitalisierung, dass hier dringend Schritt gehalten werden muss: Klar sei, dass manche Arbeitsplätze sich stark verändern. „Nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können wir sicherstellen, dass die veränderte oder neu geschaffene Stelle auch wieder hier bei uns und nicht in Osteuropa oder Asien angesiedelt ist.“ Kernelemente dafür seien eine ständige Qualifizierung der Arbeitnehmer und eine moderne Netzinfrastruktur. Trotzdem blieben persönliche Kommunikation, Beratung und Dienstleistungserbringung von herausragender Bedeutung. „Deswegen will ich, dass die Digitalisierung uns in unserer Arbeitswelt unterstützt. Nicht zwingend muss dies zu Arbeitsplatzverlusten führen.“

Als Gesundheitspolitiker sieht Hennrich viele Chancen im Bereich der „E-Health“. Insbesondere in ländlichen Regionen könne der digitale Kontakt zum Haus- oder Facharzt eine Ergänzung sein, um nicht bei jeder Konsultation lange Wege in Kauf nehmen zu müssen. Die elektronische Gesundheitskarte stehe kurz vor ihrer Einführung. Ärzte könnten künftig besser vernetzt sein und leichteren Einblick in die Akten der Menschen haben. Aber auch die Patienten könnten sehen, was in ihren Akten steht. Oberstes Gebot dabei sei, dass die Daten den Patienten gehören und dass sie trotz einer einheitlichen Infrastruktur entscheiden, wer Einsicht bekommt.

„In einer zukünftigen Bundesregierung möchten wir die Digitalisierung zur Chefsache machen“, betont Hennrich. „Deshalb wird im Bundeskanzleramt ein Staatsminister für Digitalpolitik eingesetzt, um die richtigen Weichen für Deutschlands digitale Zukunft zu stellen.“pm