Kirchheim
„Beim Knochen entscheidet der Querschnitt“

Region. Was gehört eigentlich in die Biotonne? - Eine Frage, die kaum mehr jemanden beschäftigt, denn schließlich steht die braune Tonne seit einem Vierteljahrhundert in jedem Haushalt. Vor exakt 25 Jahren jedoch bewegte ihre Einführung die Region um die Teck. Am 2. März 1995 veranstaltete die Redaktion des Teckboten eigens eine Telefonaktion mit Experten zum Thema Biotonne. Drei Müll-Fachleute vom Landratsamt wussten Rat in allen Fragen. Die wiederum drehten sich zu einem großen Teil um den Bratenknochen, wie dem Teckboten vom 4. März 1995 zu entnehmen ist. „Knochen gehören grundsätzlich in den Restmüllbehälter“, argumentierte seinerzeit der Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsbetriebes, Rolf Hahn. Allerdings gibt es wohl auch beim Müll keine Regel ohne Ausnahme: Bei feinen Geflügelknochen ließ der Mann mit sich reden. Fazit: Beim Knochen entscheidet der Querschnitt. Dass die Nachfrage nach Auskünften der Fachleute groß war, verwundert nicht. Schließlich stand die Einführung der Biotonne kurz bevor. Anfang März 1995 war bereits ein Großteil der braunen Ungetüme ausgeliefert und wartete auf den ersten Einsatz. ist