Kirchheim

Besser durch die Krise als erwartet

Rückblick Corona, Strukturwandel und konjunkturelle Schwäche haben den Arbeitsmarkt belastet. Kurzarbeit als „Brücke“ hat aber ihren Preis. Von Heike Siegemund

In der Gastronomie hat die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr ebenso wie im verarbeitenden Gewerbe stark abgenommen.Foto
In der Gastronomie hat die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr ebenso wie im verarbeitenden Gewerbe stark abgenommen.Foto: Jean-Luc Jacques

Die Pandemie hat uns mit voller Wucht getroffen, aber der Arbeitsmarkt ist trotzdem deutlich besser durch die Krise gekommen, als es zu erwarten war.“ Mit diesen Worten blickte Karin Käppel, die neue Chefin der Agentur für Arbeit Göppingen, gestern bei einer Online-Pressekonferenz auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes im ­vergangenen Jahr zurück. Neben den Auswirkungen der Corona-Krise prägten auch der Strukturwandel und eine konjunkturelle Delle das Jahr 2020 im Agenturbezirk, der die Kreise Esslingen und ...

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Zahlen und Fakten zum Thema Arbeit

Symbolbild Metall FacharbeiterMaschinenMaschinenbau, MetallbrancheIndustrie, Handwerk
Symbolbild Metall FacharbeiterMaschinenMaschinenbau, MetallbrancheIndustrie, Handwerk

Im Agenturbezirk waren zum Stichtag 30. Juni vergangenen Jahres 307 460 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt; das waren 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit minus 0,8 Prozent sank die Beschäftigung bei Männern stärker als bei Frauen mit minus 0,4 Prozent. Überdurchschnittlich hoch war mit minus 3 Prozent der Rückgang der Beschäftigung bei jungen Menschen unter 25 Jahren.

Im Durchschnitt wurden der Arbeitsagentur im vergangenen Jahr 6183 Stellen zur Besetzung gemeldet; das waren 39,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Zum Vergleich: In ganz Baden-Württemberg betrug dieser Wert 31,3 Prozent. 19 406 Menschen waren 2020 im Jahresdurchschnitt in den beiden Landkreisen arbeitslos gemeldet; 4673 mehr als 2019. Dies entspricht einem Plus von 31,7 Prozent. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 4,3 Prozent (Vorjahr: 3,3). Die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen stieg mit plus 40,3 Prozent stärker als die Arbeitslosigkeit insgesamt.

Der Landkreis Göppingen war mit einer Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als der Kreis Esslingen (4,1 Prozent). Die niedrigste Quote im Bereich der Agentur für Arbeit verbuchte die Geschäftsstelle in Leinfelden-Echterdingen (3,6 Prozent). Die höchste Quote hatte dagegen die Geschäftsstelle in Geislingen (5 Prozent).hei