Kirchheim

Betreutes Wohnen zuhause

Altern Der Verein „buefet“ trägt seit nun zehn Jahren aktiv zum Erhalt von individueller Lebensqualität im Alter bei.

Kirchheim. Eine wichtige Motivation bei der Vereinsgründung im Jahr 2002 sei es gewesen, mit dafür zu sorgen, dass es im eigenen Alter genau die Angebote gebe, die man sich für sich selbst wünsche, berichtete Gabriele Burger als Vereinsmitbegründerin und Vorstandsmitglied im Grußwort. Zudem sollte eine neutrale Beratungsstelle in Pflege- und Versorgungsfragen eingerichtet werden. Deshalb fiel der Impuls der damaligen Altenhilfefachberaterin des Landkreises, Inge Hafner, sofort auf fruchtbaren Boden, sich auch Gedanken über ein Betreutes Wohnen zu Hause zu machen.

Ein solches Angebot, das dazu beitragen soll, dass Menschen selbstbestimmt und möglichst lange zu Hause wohnen bleiben können, auch wenn sie Hilfe und Pflege benötigen, gab es damals bereits in Bayern.

Wesentliches Merkmal des „Betreuten Wohnens zu Hause“ sei es, dass es vertrauensvolle Beziehungen und Hilfen aus einer Hand biete, ergänzte Tilman Walther, seit Jahren im Vorstand von „buefet“. Es kommt regelmäßig ein ehrenamtlich tätiger Besuchsdienst ins Haus, der Zeit und Zuwendung mitbringt und überdies koordiniert eine hauptamtliche Fachkraft neutral, verbindlich und individuell passende Hilfen. Dabei hat sie verlässliche Kooperationspartner und Kirchheims Versorgungsnetz an ihrer Seite.

So kam es, dass das „Betreute Wohnen zu Hause“ im Jahr 2006 an den Start ging, und dass sich jetzt, zehn Jahre später, über 50 Festgäste in einer Feierstunde in Neidlingens „Alter Kass“ an dem Erfolgsmodell freuten: Menschen, die das Angebot zum Teil seit den Anfängen in Anspruch nehmen, Besuchsdienst-Mitarbeiterinnen, die mit großem Einfühlungsvermögen und Interesse an den Menschen die Besuche gestalten, Kooperationspartner, Wegbereiter und Wegbegleiter, sowie die aktuellen Vereinsakteure.

Mit Bildern und Worten ließen die Gäste zehn schöne Jahre Revue passieren. Dank und Anerkennung erhielten Monique Kranz-Janssen, die das „Betreute Wohnen zu Hause“ in seinen Anfängen mitgeprägt habe, als auch Katrin Fritz, die aktuell die Geschicke der Koordinationsstelle leite. Ebenso großer Dank gebühre den bürgerschaftlich Engagierten im Besuchsdienst. „Es tut gut, Menschen Zeit zu schenken und dort helfen zu können, wo Hilfe gebraucht wird“, brachte eine Besuchsdienst-Mitarbeiterin ihre Motivation zum Ausdruck. Ergänzend dazu lautete der Gästebuch-Eintrag eines neuen Mitglieds im „Betreuten Wohnen zu Hause“: „Was ich in der kurzen Zeit an Liebenswürdigkeit, Menschlichkeit und vor allen Dingen Hilfe erfahren durfte, ist unbeschreiblich; ich freue mich auf weitere erfreuliche Jahre“. pm

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