Kirchheim

Brand ging wohl von der Solaranlage aus

Ursache für den Brand im Nägelestal war – wie gestern bereits vermutet – ein technischer Defekt: Die Solarthermieanlage auf dem Dach war überhitzt.

Andreas Volz

Kirchheim. Alle Anzeichen hatten schon am Dienstagabend darauf hingedeutet, dass der Dachstuhlbrand im Wohnhaus von Landrat Heinz Eininger seinen Ursprung auf der südlichen Dachseite gehabt hat. Dort hatte das Feuer am stärksten gewütet, und von dort hatte es sich ausgebreitet – auf das gesamte Dach sowie auf die unteren Stockwerke. Lediglich die genaue Ursache war zunächst nicht bekannt. Gestern dann haben die Ermittlungen der Kriminaltechniker ergeben, dass die Solarthermieanlage auf der Gartenseite des Dachs die Hitze nicht mehr zur Genüge hatte ableiten können. Die Anlage ist demzufolge „heißgelaufen“ und hat durch ihre übermäßige Hitze schließlich den Großbrand ausgelöst.

Diese Art technischen Defekts als Brandursache gab Polizeipressesprecher Michael Schaal gestern telefonisch bekannt, wobei er betonte: „Weitergehende polizeiliche Ermittlungen sind nicht mehr nötig – insbesondere weil sich keinerlei Hinweis auf eine Straftat ergeben hat.“

Während also die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind, beginnen für Landrat Eininger und seine Familie die Herausforderungen jetzt erst richtig. Peter Keck, der Pressesprecher des Landkreises Esslingen, sagte gestern auf Nachfrage: „Am Haus sind erhebliche Schäden entstanden, die umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen.“ Vorläufig sei Heinz Eininger mit seiner Frau in ein Hotel gezogen. In den nächsten Tagen gehe es darum, eine mittelfristige Lösung zu finden, bis das Haus irgendwann wieder bewohnbar sein werde. Wie lange das dauert, könne momentan noch niemand sagen – auch nicht die Sanierungsfachleute und Architekten, die gestern vor Ort waren.

Wie alle anderen Menschen auch, die sich in einer solchen Lage befinden, sei Heinz Eininger sehr betroffen. Er hat ja nun in jeder Hinsicht sein „Dach über dem Kopf“ verloren.

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