Kirchheim

Bulkes und seine Geschichte

Die Ansiedlung Bulkes entstand 1786 im Zuge des Dritten Schwabenzugs. Dabei kamen nicht nur Schwaben in die Lande zwischen Donau und Theiß. Die Bezeichnung Donauschwaben leitet sich vielmehr von der Tatsache ab, dass sich die meisten der Kolonisten über die Donau von Ulm aus gen Ungarn auf den Weg machten. Die meisten der Bulkeser kamen aus dem südwestdeutschen Raum und dem Elsass, aus Baden ebenso wie aus Bayern. Sie bauten Weizen, Mais und Hanf an, betrieben Handwerk und Weinbau. Mit dem Ersten Weltkrieg geriet Bulkes unter die Herrschaft des neu geschaffenen Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (ab 1929 Jugoslawien). Im Herbst 1944 beginnt eine leidensvolle Zeit für Bulkes und alle deutschstämmigen Siedler in der Batschka. Viele fallen der Rachsucht der Partisanen zum Opfer. Das Tito-Regime macht sie zu Rechtlosen, sie werden vertrieben, in Lagern interniert, müssen Zwangsarbeit leisten oder werden erschossen. Erst 1947 und 1948 erlaubt Jugoslawien den Donauschwaben, das Land zu verlassen. In Österreich und Deutschland finden die rund 1 700 Überlebenden aus Bulkes eine neue Heimat. Alle zwei Jahre trifft sich die Heimatgemeinschaft der Bulkeser in Kirchheim zu Pfingsten. 1966 übernahm die Teckstadt die Patenschaft für Bulkes.


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