Kirchheim

Das erste Gebäude im Hafenkäs steht

Die beiden Häuser zur Anschlussunterbringung von Flüchtlingen sollen bis Januar oder spätestens Februar bezugsfertig sein

Im Hafenkäs in Kirchheim ist jetzt das erste dreigeschossige Gebäude zur Anschlussunterbringung in vollem Ausmaß zu sehen.Foto:
Im Hafenkäs in Kirchheim ist jetzt das erste dreigeschossige Gebäude zur Anschlussunterbringung in vollem Ausmaß zu sehen.Foto: Jean-Luc Jacques

Drei Stockwerke hoch und noch voll eingerüstet: So präsentiert sich derzeit das erste Gebäude zur Anschlussunterbringung von Flüchtlingen in Kirchheim.

Andreas Volz

Kirchheim. Im Hafenkäs hat die Stadt Kirchheim jetzt damit begonnen, in die Tat umzusetzen, was seit Anfang des Jahres in Bürgerinformationsveranstaltungen verkündet worden war: dass an möglichst vielen Standorten im gesamten Stadtgebiet – einschließlich Teilorten – auf städtischen Grundstücken gebaut wird. Die zwei- bis dreigeschossigen Gebäude dienen der Anschlussunterbringung von Flüchtlingen. Trotz einfacher Standards soll es sich aber nicht um Notunterkünfte handeln, sondern um Gebäude, deren Wohnungen sich auch noch in 40 oder 50 Jahren preisgünstig vermieten lassen.

Zum ersten Bau im Gebiet Otten­äcker / Hafenkäs sagt Kirchheims Hochbauamtsleiter Wolfgang Zimmer: „Ein Gebäude steht jetzt schon im Rohbau, und das andere, das wir dort bauen wollen, wird gerade in der Werkstatt vorbereitet.“ Beide Gebäude sollen im Januar, spätestens aber im Februar komplett fertig sein.

Es handelt sich jeweils um Gebäude mit drei Stockwerken. In der Mitte liegt ein Treppenhaus, von dem aus sich links und rechts jeweils eine Wohnung erreichen lässt. Insgesamt also sind es sechs Wohnungen pro Gebäude, mit einer Quadratmeteranzahl zwischen 55 und 80 sowie mit zwei, drei oder vier Zimmern. In jeder Wohnung gibt es außerdem eine Küchenzeile und einen Waschmaschinenanschluss. Die maximale Bewohnerzahl für ein dreigeschossiges Gebäude liegt städtischen Angaben zufolge bei 34, für ein zweistöckiges Gebäude bei 22. Beheizt werden die Gebäude mittels einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, die der Luft Wärme entzieht und die einzelnen Wohnungen per Zentralheizung versorgt.

Beim ersten Gebäude geht es jetzt noch darum, Fenster und Türen einzusetzen, die Fassade zu gestalten und auch das Dach fertigzustellen – ein Pultdach mit Dachbegrünung. Das zweite Gebäude dürfte ebenfalls recht schnell „hochgezogen“ werden, sobald die fertigen Wandteile angeliefert werden. Wolfgang Zimmer: „Bei diesen beiden Gebäude im Hafenkäs haben wir uns für die Holzbauweise entschieden, weil das sehr schnell geht.“ Für die nächsten Gebäude – mutmaßlich in Jesingen und auf der Klosterwiese – seien allerdings Massivbauten vorgesehen.

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