Kirchheim

„Das Problem sitzt im Nacken“Nachgefragt

Für Ursula Theuner ist Probesitzen beim Stuhlkauf wichtig. Im Gespräch erörtert sie ihre Gedanken zur Entwicklung des Sitzens, zu Rückenleiden und über ihre Zukunft.

Ursula Theuner
Ursula Theuner

Sitzt der Mensch heute noch ungesund?

URSULA THEUNER: Mit dem richtigen und guten Sitzmöbel schadet keiner seinem Rücken. Wichtig ist, zu wissen, wie es geht, gut zu sitzen. Mit der Regel, ein Drittel sitzen, ein Drittel gehen und ein Drittel stehen kann der Rücken entlastet werden. Ich rate auch, statt nur E-Mails zu schreiben einfach mal die Treppe zu benutzen und mit den Kollegen zu sprechen.

Woher kommen die Rückenschmerzen?

THEUNER: Eindeutig zu wenig Sport. Viele bewegen sich kaum noch, und wenn sie auf dem Stuhl sitzen, haben sie kaum Bewegungsmöglichkeiten. Am Arbeitsplatz ist der ganze Körper beschäftigt. Da sind Fehlhaltung, Stress und seelische Belastungen häufig Auslöser für die Schmerzen im Rücken. Nicht umsonst sagt ein altes Sprichwort: Mir sitzt ein Problem im Nacken.

Haben die Stuhldesigner der Volkskrankheit Rechnung getragen?

THEUNER: Ja, vor allem im Bereich Bürostuhl hat sich die Industrie den vielen Bandscheibenvorfällen angenommen und Vorsorge in die Designs eingeplant. Die Mechanik der Möbel ist vielfältiger geworden, die Armlehnen lassen sich bewegen, die Sitzflächen gehen mit dem Körper mit, egal in welche Richtung. Und die Designs an sich sind lebendiger und farbiger geworden. Farbe tut der Seele gut.

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