Kirchheim

Dem Aileswasensee droht die Sperrung

Freizeit Nach dem Chaos vom vergangenen Wochenende könnte die Gemeinde drastische Maßnahmen ergreifen.

Mächtig was los: So sah es dort am Wochenende aus. Foto: 7aktuell
Mächtig was los: So sah es dort am Wochenende aus. Foto: 7aktuell

Neckartailfingen. Das Cha­os vom ver­gan­ge­nen Wo­chen­en­de am Ai­les­wa­sen­see bei Ne­ckar­tail­fin­gen soll sich nicht wie­der­ho­len, das ist er­klär­tes Ziel von Bür­ger­meis­ter Ger­hard Ger­titsch­ke. Weil die Park­plät­ze in der Ne­ckar­tal­ge­mein­de über­lie­fen, ver­stopf­te der Park­such­ver­kehr den Ort, Ord­ner und Si­cher­heits­kräf­te muss­ten die Men­schen zu­rück­wei­sen. Wild­par­ker blo­ckier­ten Feld­we­ge und Wie­sen, wäh­rend sich am See­ufer und im Was­ser die Ba­de­gäs­te dräng­ten.

In ei­ner Son­der­sit­zung wollten die Ge­mein­de­rä­te gestern ein Kon­zept ver­ab­schie­den, wie sie der Men­schen­mas­sen Herr wer­den wol­len. Das Ergebnis war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Im Vorfeld schloss der Bürgermeister aber eine Sper­rung des Ba­de­sees nicht aus. „Das kommt auf den Ge­mein­de­rat an“, sag­te Gertitsch­ke. „So­bald die Tem­pe­ra­tu­ren über 30 Grad stei­gen, er­höht sich die Zahl der Gäs­te ex­trem“, be­rich­te­t der Bür­ger­meis­ter, bis zu 2500 Men­schen dräng­ten sich dann am See.

Es wä­re nicht die ers­te Sper­rung des Ai­les­wa­sen­sees in diesem Jahr, schon wäh­rend der stren­gen Co­ro­na-Be­schrän­kun­gen im Früh­jahr war der See mo­na­te­lang bis En­de Mai für Gäs­te nicht zu­gäng­lich. Die in­zwi­schen ein­ge­tre­te­nen Lo­cke­run­gen, die das Ba­den wie­der er­lau­ben, sol­len aber nicht die Ba­de­gäs­te in Ne­ckar­tail­fin­gen ge­fähr­den „Hier soll sich kein Co­ro­na-Hot­spot ent­wi­ckeln“, er­klär­t er im Hinblick auf den Badesee.

Autos werden abgeschleppt

Wie Fo­to- und Film­auf­nah­men be­le­gen, konn­ten die Men­schen dort am ver­gan­ge­nen Wo­chen­en­de an­ge­sichts von Tau­sen­den an Ba­de­gäs­ten aber kei­nen Min­dest­ab­stand ein­hal­ten wie ihn die Co­ro­na-Ver­ord­nung ver­langt. Des­halb sei drin­gend ge­bo­ten, dass die Kom­mu­ne hand­le und den Zu­gang zum See re­gle­men­tiert. „Wir wol­len in be­stimm­ten Stra­ßen Park­ver­bo­te ver­hän­gen, da­mit wir ab­schlep­pen kön­nen“, be­schreibt Ger­titsch­ke sei­n Kon­zept.

Im Fo­kus sieht der Bür­ger­meis­ter die Bahn­hof­stra­ße, die kom­plett zu­ge­parkt wer­de, so­bald die Park­plät­ze am See und am Sport­ge­län­de be­legt sei­en. Er ha­be grü­nes Licht vom Land­rats­amt be­kom­men, um ent­lang der Kreis­stra­ße Ver­bots­schil­der auf­stel­len zu können. Auch die Zahl der Ord­nungs­kräf­te soll er­höht wer­den, die Au­to­fah­rer ab­wei­sen, wenn die Park­plät­ze voll sind. Der Bür­ger­meis­ter setzt aber auf die Ein­sicht der Aus­flüg­ler nach den jüngsten Meldungen. ez

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