Kirchheim

Der Advent in Kirchheim soll „heimelig“ sein

Innenstadt Stadtmarketing und City Ring wollen für „Weihnachtszauber in der Stadt“ sorgen – mit Ständen, Deko, Rabatt- und Gewinnaktionen. Von Andreas Volz

Sabine Mauser verschenkt Teebeutel, wie viele andere auch: „Kirchheim brüht auf“ ist nur eine von zahlreichen Aktionen, die Stad
Sabine Mauser verschenkt Teebeutel, wie viele andere auch: „Kirchheim brüht auf“ ist nur eine von zahlreichen Aktionen, die Stadt und City Ring unter dem Motto „Kirch-heim-elig“ anbieten. Foto: Carsten Riedl

In Kirchheim soll es in der Adventszeit trotz Corona möglichst heimelig zugehen. Deswegen haben die Stadtverwaltung und die Händlergemeinschaft City Ring die Aktion „Kirch-heim-elig“ ins Leben gerufen - mit dem Untertitel „Weihnachtszauber in der Stadt“. So richtig heimelig wird es im Winter bei Kerzenlicht und einer Tasse Tee. Deswegen erhalten Kunden in City-Ring-Geschäften zum Einkauf eine Kirchheimer Teemischung, unter dem Motto „Kirchheim brüht auf“.

Heimelig ist normalerweise auch der Weihnachtsmarkt. Den kann es im Corona-Winter allerdings nicht in der gewohnten Form geben, da Menschenansammlungen zu vermeiden sind. Trotzdem betont der City-Ring-Vorsitzende Karl-Michael Bantlin: „Wir haben auch dieses Jahr einen Weihnachtsmarkt, aber eben einen dezentralen. Das dient dem Schutz der Besucher, die dadurch ohne erhöhte Ansteckungsgefahr in die Stadt kommen können.“

Weihnachtsmarkt mit 14 Buden

Die insgesamt 14 Buden, die zum Weihnachtsmarkt gehören, stehen am Wachthaus, am Bären, vor dem Max-Eyth-Haus und vor dem Stadtkino. Es gibt sogar einen Ausschank - statt Glühwein allerdings alkoholfreier Punsch. Wer den Punsch oder auch eine Rote Wurst genießen will, bevor sie auf dem Nahhauseweg erkalten, kann etwas abseits die Maske im Freien abnehmen. Das geht sogar im Sitzen: Die Händler haben ihre Regie- und Liegestühle, die eigentlich für den Sommer gedacht sind, vor ihre Läden gestellt und mit einem wärmenden Fell ausgestattet.

Heimeligkeit ist eben Trumpf. Und wenn es nun unheimlich kalt wird und der Punsch eine eher unerwünschte Wirkung entfaltet? Karl-Michael Bantlin ist sich sicher, dass alle Kunden, die freundlich danach fragen, in den Läden eine Toilette aufsuchen dürfen. Auch Gastronomen, die Essen im Straßenverkauf anbieten, seien bereit, den Kunden ihre WCs zur Verfügung zu stellen.

Weitere heimelige Angebote: Im Marstallgarten gibt es den Sagen- und Märchenpfad, der den Adventskalender vor dem Rathaus ersetzt. Frau Holle hat dazu eigens Märchen vorgelesen, die sich über einen QR-Code mit dem Smartphone abrufen lassen. Die ganze Innenstadt ist dekoriert. 180 Nadelbäume - mit roten Maschen dran - verzieren alle Haupt- und Seitenstraßen. Weiße Birkenäste mit roten Kugeln finden sich ebenso wie Holzengel, die der Bauhof hergestellt hat. Sandra Schöne vom Stadtmarketing verweist auch auf die „Pop-up-Hütte“ am Wachthaus, in der sich abwechselnd diverse Kunsthandwerker präsentieren, sowie auf „Schneemann Olaf“, der vor dem Max-Eyth-Haus und am Rathausanbau als Fotomotiv auf Kinder wartet.

Vor 24 Läden gibt es Stelen mit Sprüchen. Die Buchstaben auf den Stelen gehören zu einem weihnachtlichen Gewinnspiel. Ein weiteres Gewinnspiel findet sich im Internet: Der digitale Adventskalender der Stadt ist unter der Adresse www.kirchheim-teck.de/willkommen#!/adventskalender aufrufbar. Täglich gibt es andere Rätselaufgaben - und täglich winken neue Gewinne: Gutscheine im Wert von 5 bis 50 Euro oder auch Sachpreise. Ebenfalls auf die Idee mit den 24 Türchen zurückzuführen ist eine besondere Rabatt-Aktion von City-Ring-Mitgliedern: Bis zum Heiligabend soll es an täglich wechselnden Standorten Preisermäßigungen geben, die man sich am Glücksrad oder beim Würfeln selbst erspielen kann - sogar sonntags.

Karl-Michael Bantlins Fazit: „Es lohnt sich immer, nach Kirchheim zu kommen. Auch jetzt - trotz Corona-Einschränkungen.“

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