Kirchheim

Der Kirchheimer Markt soll plastikfreie Zone werden

Aktion Die Stadtverwaltung informiert an zwei Tagen zum Thema Müllvermeidung.

Die Stadt Kirchheim möchte dazu beitragen, dass Plastikmüll in Zukunft vermieden wird. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Am morgigen Donnerstag und am Samstag wird an zwei Aktionstagen in der Kirchheimer Innenstadt über Alternativen zur Nutzung von Plastik informiert. Die Aktion ist Teil der Sauberkeitskampagne der Stadt Kirchheim und soll für die Reduzierung von Verpackungsmüll werben.

Die Arbeitsgruppe „Kirchheim plastikfrei“ betreut unter den Rathaus-Arkaden einen Stand, an dem sie über Alternativen zum Einwegplastik beim Einkaufen und im Alltag informiert. „Viele Marktbesucherinnen und Marktbesucher praktizieren es ohnehin schon und haben für ihre Besorgungen auf dem Markt eigene Gefäße dabei. Wir würden uns freuen, wenn es noch mehr werden würden“, betont Kirchheims Klimaschutz­managerin Dr. Beate Arman. Für einen entsprechenden Denkanstoß werden die Markthändler mit Thekenaufstellern auf ­diese Möglichkeit des unverpackten Einkaufens aufmerksam machen. Die Thekenaufsteller werden von der Stadt zur Verfügung gestellt. Zudem werden vor Ort in einem Bauchladen Gemüsebeutel und Stofftaschen angeboten und verteilt.

Laut einer Studie des NABU werden in Deutschland jährlich rund 360 000 Tonnen Abfall durch Einweggeschirr und To-go-Verpackungen produziert. „Dies müssen wir deutlich reduzieren. Hier ist jeder Einzelne gefragt“, macht Dr. Beate Arman deutlich. „Nur durch das Engagement aller können wir einen Beitrag dazu leisten, die Umwelt weniger zu belasten.“ Trinkhalme und Rührstäbchen aus Plas­tik, To-go-Becher und Einweg-Behälter aus Styropor: Seit dem 3. Juli dieses Jahres dürfen solche und weitere Produkte innerhalb der Europäischen Union nicht mehr produziert und in den Handel gebracht werden. Mehrwegpfand­systeme bieten Gastronomen eine Möglichkeit, dem Einwegmüll Einhalt zu gebieten.

In Kirchheim wurden im vergangenen Jahr das „Recircle“-Pfandsystem sowie der „Recup“-Mehrwegbecher eingeführt. An beiden Systemen beteiligen sich inzwischen etliche Betriebe. Die Verwendung der jeweiligen Pfandsysteme ist einfach. Kunden der teilnehmenden Betriebe erhalten ihre Bestellung in einem umweltfreundlichen Mehrwegbehälter und bezahlen Pfand in Höhe von zehn Euro für die Mehrwegbox oder einem Euro für den Mehrwegbecher. Beides kann behalten oder bei einem beliebigen Partner-Betrieb abgegeben werden. Die Kunden erhalten dann wahlweise das Pfand zurück oder, beispielsweise im Fall einer weiteren Bestellung, einen neuen, sauberen Mehrwegbehälter.

Je mehr Betriebe mitmachen, umso erfolgreicher ist das Projekt – und umso attraktiver wird es auch für die Kunden. Deshalb sollen künftig weitere Bäckereien, Kantinen, Tankstellen, Cafeterien und Metzgereien für die Zusammenarbeit gewonnen werden. pm

Interessierte Betriebe können sich bei Dr. Beate Arman, der Klimaschutzmanagerin der Stadt Kirchheim, unter Telefon 0 70 21/50 26 15 oder per Mail unter b.arman@kirchheim-teck.de melden.

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