Kirchheim

Diakonieläden sind nachhaltig unterwegs

Elektromobilität Kreisdiakonieverband hat sich mit Spendengeldern Pedelec und Elektroscooter angeschafft.

Christof Epple darf auf dem gut gefederten „Schweden“ Armadillo Platz nehmen.Foto: Carsten Riedl
Christof Epple darf auf dem gut gefederten „Schweden“ Armadillo Platz nehmen.Foto: Carsten Riedl

Kirchheim. Noch ist „Armadillo“ nur zu Besuch in Kirchheim, um auf dem Hof des Diakonieladens für ein bisschen Aufsehen zu sorgen. Eigentlich fährt das Elektrofahrrad für den Diakonieladen in Nürtingen, aber auch in Kirchheim liebäugelt man mit dem nachhaltig angetriebenen Transportfahrzeug. „Es ist gut möglich, dass es auch hier bald einen gibt“, sagt Christof Epple vom Diakonieladen Nürtingen. Das dürfte Annette Weißen- stein, Leiterin des Kirchheimer Diakonieladens, freuen.

Regelmäßig bekommen die Kirchheimer bereits jetzt den elektrobetriebenen weißen Streetscooter zu sehen, der mit Spendengeldern für 42 000 Euro angeschafft wurde: Mit 400 Kilogramm Zuladung und einer Spitzengeschwindigkeit von 85 Stundenkilometern eignet er sich perfekt, um im Landkreis Möbel- oder Sachspenden umweltfreundlich abzuholen. Wem das Gefährt bekannt vorkommt, hat recht. Baugleiche Fahrzeuge sind mit gelbem Lack auch für die Post im Einsatz.

Aufsehenerregender als der Elektroscooter ist allerdings das Pedelec, ein E-Bike mit vier Rädern und einem weißen Laderaum statt eines Gepäckträgers. Den Betrachter scheint es durch seine zwei Scheinwerfer-Glubschaugen neugierig anzustarren. Die Lenkgriffe sind seitlich angebracht, durch Vor- und Zurückbewegen der Arme lenkt man ganz leicht die zwei Vorderräder. Die Elektrounterstützung des Fahrrads ist auf 25 Stundenkilometer gedrosselt, dadurch darf man das Gefährt auch ohne Führerschein fahren. „Das ist ein großer Vorteil für uns“, sagt Tanja Herbrik, Leiterin des Fachbereichs Armut und Beschäftigung des Diakonieverbands im Landkreis Esslingen. Viele ihrer Mitarbeiter hätten keinen Führerschein und dank des erhöhten Spaßfaktors mit dem „Armadillo“ seien Lieferfahrten neuerdings heiß begehrt, fügt sie schmunzelnd hinzu. Mit dem gut gefederten Lastenfahrrad darf man sowohl auf der Straße als auch auf Radwegen fahren.

Den Betreibern der Diakonieläden in Kirchheim und Nürtingen geht es vor allem um Nachhaltigkeit, zumal man die betriebseigenen Ladestation mit Ökostrom speist. Daher wolle man mit den Fahrzeugen ein Zeichen setzen und für ressourcen- und umweltschonende Fortbewegungsmittel werben.Thomas Zapp

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