Kirchheim

Die besten RadstellplätzeNachgefragt

In Kirchheim gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sein Rad sicher unterzustellen. Dieter Hutt von der Agenda 21-Gruppe „Initiative FahrRad“, verrät, wo sie zu finden sind.

Dieter HuttFoto: Haußmann
Dieter HuttFoto: Haußmann

Herr Hutt, wo lässt sich das Rad in Kirchheim sicher abstellen?

DIETER HUTT: Pendler haben am Bahnhof die Möglichkeit, gegen geringes Entgelt ihr Fahrrad in einem Käfig neben der Radstation abzustellen. Von Vorteil ist dort, dass es Schließfächer gibt, in denen zum Beispiel der Radhelm oder ein Rucksack verstaut werden kann. Gleichzeitig herrscht am Bahnhof reger Publikumsverkehr, und die Stationsmitarbeiter werfen immer mal wieder einen Blick auch auf die Räder, die außerhalb geparkt sind. Diebe haben es hier gerade zu Stoßzeiten schwer.

Gibt es bei der Radstation noch freie Mietplätze?

HUTT: Viele Fahrräder, die am Bahnhof im Käfig herumstehen, erwecken zwar den Eindruck, dass es keine Plätze mehr gibt, doch ein Teil der Räder gehört zur Radstation. Momentan sind etwa 60 Stellplätze vermietet. Das ist viel, aber es gibt noch freie Plätze, die auf einen Mieter warten.

Wie sieht es mit den Radboxen aus?

HUTT: Radboxen gibt es am Südbahnhof und am Bahnhof Ötlingen sowie am Südausgang nach Lindorf. Einige sind noch frei und können über die Stadtverwaltung für fünf Euro im Monat angemietet werden. Die Boxen schützen nicht nur effektiv vor Diebstahl, sondern auch vor Vandalismus. Immer wieder kommt es vor, dass Fahrräder teilweise absichtlich beschädigt werden. So was ist einfach ärgerlich. Die Boxen sind auch in dieser Hinsicht eine gute Variante, um das Rad zu schützen.

Wie viele Boxen sind noch frei?

HUTT: Am Ötlinger Bahnhof gibt es 26 Boxen, von denen aktuell noch acht frei sind. Fünf Boxen befinden sich am Südausgang nach Lindorf. Von ihnen können noch vier gemietet werden. Am Südbahnhof gibt es fünf Boxen, die allesamt noch nicht belegt sind. In den Boxen lassen sich mit etwas Geschick zwei Räder unterstellen, und an den Türen sind Haken angebracht, an denen Helme oder Rücksäcke aufgehängt werden können.

Welche kostenfreie Optionen gibt es im Stadtgebiet, um sein Rad sicher abzustellen?

HUTT: Wer sein Rad am Kirchheimer Hauptbahnhof parkt, ist gut beraten, wenn er es in der Nähe des Taxistandes abstellt. Dort gibt es eine hohe Sozialkontrolle. In Ötlingen gibt es am Bahnhof überdachte Anlehnbügel. An ihnen können Rahmen und Räder mit einem großen Schloss problemlos befestigt werden. Die Überdachung schützt vor Regen und damit auch vor Rost. Die Anlehnbügel gibt es unter anderem auch vor der Stadtbücherei. Sie haben den Vorteil, dass das Rad, selbst wenn es beladen wird, nicht umkippt. Wer mit dem Rad ins Freibad fährt, sollte dort am besten nur mit einem stabilen Bügel-, Falt- oder Kettenschloss parken, mit dem das Fahrrad an den vorhandenen Abstellanlagen gesichert wird. Einen erhöhten Schutz bietet auch die Sicherung mit zwei Schlössern.

Gibt es noch Abstellanlagen, die die Felgen beschädigen?

HUTT: Die Felgenkiller unter den Radständern gehören zumindest bei den Anlagen, die die Stadtverwaltung installiert hat, der Vergangenheit an. Zwischenzeitlich haben auch einige Supermärkte im Stadtgebiet die veralteten Radständer durch praktikablere ersetzt. Es gibt aber auch noch Märkte, denen die „Initiative FahrRad“ Verbesserungen empfohlen hat.

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