Kirchheim

Einmaliges Modellprojekt: Jugendbüros helfen dabei, dass Heranwachsende nicht sozial abrutschen.

Hilfe Fünf Jugendbüros im Kreis Esslingen fangen Heranwachsende auf, die durchs soziale Netz zu rutschen drohen. Für das bundesweit einmalige Modell gibt es nicht nur Geld, sondern auch viel Lob. Von Bernd Köble

Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsenwerden brauchen Unterstützung. Wo die fehlt, bieten die Jugendbüros im Kreis Hilfe.Foto
Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsenwerden brauchen Unterstützung. Wo die fehlt, bieten die Jugendbüros im Kreis Hilfe. Foto: iStock

Orientierungslosigkeit bei der Berufswahl, Ärger mit Behörden, Schulverweigerung, Familienprobleme - Der Übergang ins Erwachsenenleben geht für viele Jugendliche mit Einsamkeit, Frust und Verzweiflung einher. Wer dabei ...

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Bundesweit ausgezeichnetes Projekt

Die Jugendbüros werden bei ihrer Arbeit mit Fördermitteln des Bundes unterstützt. Das bundesweit bisher einmalige Projekt läuft seit Januar 2019 und ist auf drei Jahre angelegt. Kreisjugendhilfe und Jobcenter arbeiten gemeinsam am Konzept. Die Planungen waren schwierig, weil junge Menschen, die aus den sozialen Netzen fallen, in keiner Statistik erfasst werden.

Erste Ergebnisse werden zurzeit vom Institut für sozialpädagogische Forschung in Mainz (ism) in einer fachlichen Bewertung zusammengefasst. Dabei zeichnen sich deutliche Erfolge ab. Bei vielen Jugendlichen haben sich Lebenssituation und Stabilität im Alltag durch die Hilfen verbessert. Die Aussichten auf eine weitere Förderung stehen daher gut. 2019 wurde das Projekt von der Bundes­agentur für Arbeit in der Kategorie „Herausragende Leistungen“ ausgezeichnet. bk