Kirchheim

Einmaliges Modellprojekt: Jugendbüros helfen dabei, dass Heranwachsende nicht sozial abrutschen.

Hilfe Fünf Jugendbüros im Kreis Esslingen fangen Heranwachsende auf, die durchs soziale Netz zu rutschen drohen. Für das bundesweit einmalige Modell gibt es nicht nur Geld, sondern auch viel Lob. Von Bernd Köble

Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsenwerden brauchen Unterstützung. Wo die fehlt, bieten die Jugendbüros im Kreis Hilfe.Foto
Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsenwerden brauchen Unterstützung. Wo die fehlt, bieten die Jugendbüros im Kreis Hilfe. Foto: iStock

Orientierungslosigkeit bei der Berufswahl, Ärger mit Behörden, Schulverweigerung, Familienprobleme - Der Übergang ins Erwachsenenleben geht für viele Jugendliche mit Einsamkeit, Frust und Verzweiflung einher. Wer dabei ...

ctnhi iandsrecehu e,ifdtn ned tis der itrtShc in dei ­noaltoisI nei eur.kzr aedhHeecnn,wsr dei chudsr zolieas zeNt zu nhstceru d,onerh vushctre man mi seKir sgsEninel u.zfuaannegf erUnt mde epnnpak Tielt irhe stei anaJur 1290 nei wiseubtend eglnmieasi tim ni neßoGr

iMaar ighSicdne tha rhine Aiespzltbatr mi zneietw tkcoS sde aMhgrntheeeosisaeurenn deLin in dre eKciihhrerm niE reneilk ,Raum ezwi eid ioibtelzrairanSe dse nVierse sti se erd Or,t an emd es elveeilir orlbePme .tibg eWr zu ihr tkomm, cbuthra .feliH Bei dre sJob,echu ibe red ubegwBenr mu einen islunsbtpdgAzual dore nhcf,aei nnwe red glAtla zu rschew derewgno sit eenni izeingne casmnehl ecü.knR eSi rärletk ebi dre heaboGwedrlran oder evttleimtr riwetee lHefi cuhrd ssrFlnnhceea,getlabut nwen ein hreSeblgncdu dore die Seele tede.il chNti tneesl hteg es baied mu mhneeT iwe tlunwhfagraeGre im rnhtlEa,esu icesyhcsph Ekanekungrnr rdeo hcau ebStloumrhp.ec

i araM ieidcSghn tis neei onv rdie aneszloi äahcefknrFt onv rkBüaenusch ndu ,IKZ dei icsh mi tufgAar des deskenLsari Vielelslentlzot dnu dsa btdtteegSai asD egicelh ogebAtn bigt es in tninfned-eegehiEreldLnc, itrdenlsfO dnu e.insnElsg Hnzui tmomk tmi nie aentezsrl gonebAt ni sinnEesl,g ads cghbleeaittein uafs eerbsfenBlu ibeonreertv l.lso Dsa roe:tzprlsfeEg iDe trinenintMieraeb ndu aeibeMrrtit rbtnaee na miene tlarzneen rOt tim nud sind eiugzlch rrweSok.terte udcienheglJ eidnn,f voebr sei uncaheatb - ads iecehthsg an nnetakben fsTfer dun ni dre dttSa roed icheanf in der ehcSlu. eDi eelHfr sndi Nezrtewkre mi snbtee ,Sneni ednn ow edi eeegni na nGenzre nsdi ied eWge zu teFhnlsleac in dSatt und erKis in ellra gRele kzr.u

uG t ewzi ttelirD ndis

Irhe iKnltele tis tbun ,eihmtsgc mi etrlA swhzenic 51 dnu 72 Jenah.r Veeil nsid fau cshi nleali ee,ltltsg aneernd mganelt es usa reveednnisehc na rde mi naeusEltr.h sWa erhM las iwze tiDrlte der cdenheuiselnfH idsn uäfgih breü ide nbsseere snezolai airMa ceigihSdn aus h.fgrauErn sgunJ gnedgae eithz se smiet ni Lrhee und .Buerf Frü alel g:lti Dei mrPebleo ehbna hcsi rcdhu o,aCrno ucdrh osnmicehlHogo dun ewenbghgorece teoKnkta stzizpegut. arZw nebha die fsiafnHnagelr mi ngvernaeegn ahJr cnhit meeun.zmngo iDe➀ ge,anetBrnu ide tfgdesutnante bna,he sdni eojhdc mu ein lVieachfse tgas aBraabr ee,Hile-rlrgmeZ ide Leneriit eds rmig.jedesutsnaK

nechma rmPleebo bgit se clnhseel aetw ennw es aurmd ,ehtg nniee rneHayatvgdr zu dreo eneni zu tlslene. rAnede rdmweieu orreedfrn afsengiritgl ieteBuggl,n tfo vliee nMtaeo negiwh. iBe in edr bugndAlius, ibe ntaeerEelndnb ni rde hselceuBfus,r nwen mit enzetsGe ni lnkKfoti negraet eord esbstl uz pfnrOe onv Gaetwl d.nwere tsFa irmem joecdh :tigl hnsee edn dinrkeet tgsa raaMi gSenc.hidi tis asd an eerunrs

Ahc u ohispitlc efitdn asd rojPekt krnates siirhchmeK lgehmaeie keilnAga rta,-eeMHkicdet ide ied PDS im ergKstai it,tsz ihtse drnia nur ineen giit,sEne itm dem red kcBil auhc ufa ide dre lsceleaGsthf rednew Es ghee drm,au hbigtialeenect idenrK os hüfr wie zu ne,ehrreic stga ie,s nud zu wo sneleaBsegruttln hnoc ergen eiopnoerekr huAc ueriKgvestshealfnwcr ieHzn iiEegnrn etlslt cish reinht sda lMel.do oelnwl ibe rde ni der Jlienfgdheu intch auf ugraeseenttne dePnfa nustewegr agst erd a.nrdtaL hteg maur,d oativneivn eneId uz

Bundesweit ausgezeichnetes Projekt

Die Jugendbüros werden bei ihrer Arbeit mit Fördermitteln des Bundes unterstützt. Das bundesweit bisher einmalige Projekt läuft seit Januar 2019 und ist auf drei Jahre angelegt. Kreisjugendhilfe und Jobcenter arbeiten gemeinsam am Konzept. Die Planungen waren schwierig, weil junge Menschen, die aus den sozialen Netzen fallen, in keiner Statistik erfasst werden.

Erste Ergebnisse werden zurzeit vom Institut für sozialpädagogische Forschung in Mainz (ism) in einer fachlichen Bewertung zusammengefasst. Dabei zeichnen sich deutliche Erfolge ab. Bei vielen Jugendlichen haben sich Lebenssituation und Stabilität im Alltag durch die Hilfen verbessert. Die Aussichten auf eine weitere Förderung stehen daher gut. 2019 wurde das Projekt von der Bundes­agentur für Arbeit in der Kategorie „Herausragende Leistungen“ ausgezeichnet. bk