Kirchheim

Die „Jedermänner“ radeln durch Kirchheim und erleben das Rathaus als scharfe Kurve

Die Schräglage sagt alles aus über die Kurve am Kirchheimer Rathaus, in die sich die „Jedermänner“ werfen.   Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Nicht die Profis, aber immerhin sehr ambitionierte Amateure hat die „Jedermann-Tour“ im Begleitprogramm der Deutschland-Tour am gestrigen Sonntag durch Kirchheim geführt. Der 116 Kilometer lange Rundkurs führte von Stuttgart über Kirchheim, Ebersbach und Schorndorf wieder zurück. Von Wendlingen her kamen die 1 780 Teilnehmer über die Stuttgarter Straße in die Max-Eyth-Straße und sorgten so für Belebung auf beiden Seiten des Kornhauses. Zum Kirchengesang vom Martinskirchplatz her radelten sie in Richtung Rathaus, um dort scharf abzubiegen.

Die Solidarität unter den Radfahreren war beachtlich, denn immer dann, wenn ein größerer Pulk anrückte, riefen alle lautstark „links“ oder „Achtung“ und gaben entsprechende Handzeichen. So schafften es alle, die 90-Grad-Kurve ohne große Probleme zu meis­tern. Lediglich der „Lumpensammler“-Bus ganz am Ende hatte seine liebe Not mit dem Rathaus-Eck. Streckenposten und Polizisten halfen, die Begrenzungen zur Seite zu rücken.

Großen Beifall spendeten die Zuschauer jedem einzelnen Teilnehmer, denn bei der Jedermann-Tour wird zwar am Ende auch die Platzierung aufgelistet. Aber wesentlich ist vor allem das olympische Motto vom Dabeisein. Und jeder einzelne der mehr als 100 Kilometer wurde entsprechend als Leistung gewürdigt.

Nettes Detail am Rande: Als der Spuk nach einer guten Stunde vorbei war, übten sich die Streckenposten in der unteren Marktstraße in La Ola, der Anfeuerungswelle, die man aus dem Fußballstadion kennt. Einer der Motorradpolizisten erwiderte den Gruß mit gleichfalls erhobenen Armen – vielleicht nicht ganz so straßenverkehrsordnungskonform, aber umso herzlicher. Andreas Volz

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