Kirchheim

Die Natur wird ins Haus geholt

Advent Weihnachtliche Dekoartikel sind im Corona-Jahr besonders gefragt. Weil man zu Hause bleiben soll, wollen viele Menschen ihr Heim noch schöner als sonst gestalten. Von Heike Siegemund

In Sachen Deko darf’s dieses Jahr bei vielen gern natürlich wirken.Fotos: Jean-Luc Jacques
In Sachen Deko darf’s dieses Jahr bei vielen gern natürlich wirken. Fotos: Jean-Luc Jacques

Viele Menschen haben sich längst mit zahlreichen neuen Dekorationsartikeln eingedeckt und ihr Zuhause stimmungsvoll geschmückt: In der Advents- und Weihnachtszeit gehört das Deko­rieren mit Kerzen und Engels­figuren, Tannenzapfen ...

udn ,igeZnew rnetenS und lneguK ciehanf duza.

hcoD eisesd aJrh nishecen dei ehMecsnn hnoc sal stnos fua ned enviehcohtlcinwrha hukScmc ma udn mi Haus uz eiDs uach tim edr Knieo-roaCsr und edn ealtnluek sme:nuzma naM its alhte,naeng uz sHeua uz nbiblee nud eithz csih eshdbla sau der in sda was rsdefneTorhrc als lieW ied etuLe amuk hemr wlnleo eis hir eiHm so chsön wei .sgenattle

lretWa ehteAuni,rt nIabhre des lmnegaciehngi in Kehicrh,im niedes en.Tdr ahoctn,bebe dssa es cshi die hennesMc uz useHa obeenrdss csönh nehamc oew,lln iets mna remh iihdbnbleeame asgt .re uchA in emsein eiegnne Hasu dwere vile dki:eterro bnahe warz nshco ieazlrcheh loeea,Dtikrk die sidn lvol .dmita rAbe man ilwl ja hcau lam aewst eNues atsg .er

In eneism eisen tetenK imt ct-hrLEnieDL sconh teiMt beervoNm geewsne. cAhu ltheuebecte eSnert dnu nreHez uas olzH mzu elenlutsAf ndsi sedesi rhJa edr R.eenrn agngAset sti es u,hca hsic dne alWd ndu edi Naurt nis saHu uz n:hoel ntuaröNte und ranuanhte arneFb enise bei nde oennoiDtilkesrkatar .feggtar rlaeWt tthreieAnu dun neies Mbetiirerta aunevfker raeb achu eleiv ilcsksehas Pgeeoalnznrell siweo cnelhaS ndu Lehrteuc mit anhlceniewcthhi eiotvMn eiw rnieRete dnu heeng sejde ahJr tg,u eesobn die bjomaekemeStl learWt eitteb ni misnee cuah btmu:sCurhscmchiak Kuglne ni ednilehctsnrciuhe iHre heerhncrs anhc iwe rov ied raFnbe ,oGld leibSr ndu tRo v.or

sDa tgtitsäbe nHohpCritsh-sa elen,gE arnebhI des leunPrlzesahoas hnkeSc ni rehhcKi.mi oDtr gitb es zwar ikneen skscshlniae kraiushhCbm,mctcus raeb hretehicwgo alezgoPnlru,elkn nud raWsi,tcheshhgnicer iwe der eanhbIr etton.b Weli es hsic dibea mu ehndl,a hta er sidese hrJa kniee zeleislnpe eednrfrTban .hgeamastuc

sdas lveie hcneeMns rehm lGed ni aeoietrkkDl und cahu euswhHtanlrsaa rt,nveinisee hta raWtel Aetitenhru neei :nkgrrEulä Es ise nnu dlGe von,ndrahe sad zu ormnlena iteZen enie Risee esungbeega eordwn Gedl tejzt in rdeean

dvaiD G,rbeer ahbrIne esd eignigeanhmcl ni im,iheKrch ssda uneeKtaravfhl desrna sit las vro seAldnilgr sthcpir re onv mniee nuaKfe edr edKnu.n fAu dseei tnStauioi hbea mna schi ni meneis Gfhseäct ni.etelegstl hSpc:ir elVsei erdwe a;tekrfvu taegrfg insee mhre ltle.eEinzei eBi etiechln Keundn es esesid Jahr umz elBspiie chitn rde ,eteur uxeskilev zrAesvanktdn iesn, nnew oweossi thinc eveil ndnaielgee eerwnd uhAc edr zum ehVeensrnck eis lkuealt gnierew far.getg dstensState eentzs edi nseecMhn auf neenizel Belmnu redo tmi ednne esi rih iHme rnkrdee,eoi tgsa ebeGrr nud iresvtwe afu enei leeeg,r rriruedeezet uae,tGsglnt eohn sdie ewtbenra uz lnew.ol

Ds a eseirknldtboeSre steht im koFus sla .ürehfr Darufa tha der ortFsli gartiere udn itteeb twae eregfrtgeviot zum nud enneAbtdsxov a,n edi iew refthgdinageet n,eeKrz gnteinZtma,s Znfepa dnu cgtotkrneee tanlhene.t rDe erdTn hege in eemsdi hraJ neteidiug rzu eaunrnthan koe.noiaDtr r,-dE eer-Cm erod eneis diaeb easnugo aefrggt wei das iselsckahs oRt ndu Glo.d khtTecenücfrro, nrekttcegoe dnu iwe aa,rgasPpay utEyeuspeglkwzia redo lneiDts seine ezeidrt hrse .bebielt

dvaDi rbreeG fteur sc,ih assd rde cohn mmrie isbtla .ist genagDe eis in driees dtiznetseAv imt dem nud eFreciinre­bhm nei eTli tueeL hbaurcne eBunml dnu teanoDokri brea hanc ewi ovr - dsa ettetr sun nud nisd wri ztroT oroCna esi se icight,w na nuelBm, zeeKnr udn eDok zu

Die Bürger neigen zum „Cocooning“, dazu gehört auch Backen und Kochen

Zum „Cocooning“ hat Walter Autenrieth vom gleichnamigen Haushaltswarengeschäft in Kirchheim ein interessantes Phänomen beobachtet: Das Kochen und Backen in der heimischen Küche hat in der Corona-Zeit stark zugenommen. Raclette-Geräte und Fondue-Töpfe seien zur Weihnachtszeit zwar immer ein großes Thema, aber dieses Jahr sei die Nachfrage noch ­stärker. Auch gebacken werde zurzeit „wahnsinnig viel“. Ausstechformen gehen weg wie die warmen Semmeln, verdeutlicht Autenrieth. „Das ist irre. Wir müssen schauen, dass wir Nachschub bekommen - sofern überhaupt noch lieferbar.“ Auch Brotbackformen und Gärkörbchen seien gefragt wie nie. Lieferengpässe gebe es auch bei einer speziellen hochpreisigen Küchenmaschine: „Wenn ich sie heute bestelle, erhalte ich sie im Frühjahr oder noch später“, berichtet Autenrieth.

Den klaren Trend zum verstärkten Kochen und Backen beobachtet auch Hans-Christoph Engele in seinem Porzellanhaus. Egal ob Töpfe und Pfannen, Messer und Kochgeschirr oder Backutensilien wie zum Beispiel Ausstech-, Muffin- und Springformen: Das alles läuft derzeit wie geschmiert. „Es wird ganz eindeutig mehr zu Hause gekocht und gebacken - und dabei stellen viele Leute fest, dass ihnen das Werkzeug dazu fehlt.“ hei