Kirchheim

Die Patronen von Druckern recyceln

Politik Beschlossener Haushaltsantrag der Grünen im Kreistag sorgt für die Einführung der „Roten Tonne“.

Kreis. Der Abfallwirtschaftsbetrieb hat eine Vereinbarung mit einem privaten Entsorgungsunternehmen abgeschlossen, damit die Entsorgung von Druckerzubehör geregelt und die Wiederverwertung auf den Wertstoffhöfen im Landkreis möglich wird. Diese Neuerung für mehr Nachhaltigkeit geht zurück auf die Initiative des Grünen-Kreisrats Matthias Weigert.

Mit der „Roten Tonne“ wird auf vielen Wertstoffhöfen in Region und Land auch Druckerzubehör erfasst, bisher aber noch nicht im Landkreis Esslingen. „Das wird sich jetzt ändern“, freut sich die Kreistagsfraktion der Grünen, nachdem Landrat Heinz Eininger in der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) Vollzug und Vertragsabschluss vermeldete, denn die Recyclingquote liegt laut dem Marktführer CR-Solutions immerhin bei circa 60 Prozent.

Enormes Recyclingpotenzial

Kosten für den Abfallwirtschaftsbetrieb entstehen keine, lediglich Raum auf den Wertstoffhöfen muss zur Verfügung gestellt werden. Das Erfassungssystem basiert nicht nur auf der Erfassung von Tonerkartuschen, sondern insbesondere auch auf den vermehrt im privaten Bereich anfallenden Tintenpatronen. In der Region ist CR-Solutions auch Vertragspartner der Landeshauptstadt Stuttgart, des Rems-Murr-Kreises und der Landkreise Göppingen sowie Ludwigsburg. Doch auch darüber hinaus hat CR-Solutions sein Entsorgungssystem in Zusammenarbeit mit den kommunalen Entsorgern ausgebaut, und zwar in weiteren zehn Landkreisen sowie den Städten Pforzheim und Ulm.

Jedes Jahr werden bereits mehr als 1,4 Millionen Tintenpatronen und Tonerkartuschen für die Wiederverwendung zurückgewonnen; dies entspricht bis zu 60 Prozent. Nicht wiederverwendbares Material geht zu 80 Prozent in die stoffliche Verwertung. Das System hat sich seit 2011 etabliert und wächst ständig. Der Transport erfolgt mit eigenen Fahrzeugen oder durch Subunternehmer aus der Abfallwirtschaft. Der Tausch voller Behälter an den Sammelstellen erfolgt innerhalb weniger Werktage. „Jetzt können auch unsere Kreisbürger diesen Service nutzen und einen Beitrag zur Wiederverwertung und Ressourcenschonung leisten“, freut sich der Kirchheimer Kreisrat Jürgen Lewak, der im vergangenen Jahr eine Eindämmung der Einwegbecher an den kreiseigenen Krankenhäusern und Betrieben initiierte. Sein Reichenbacher Kollege, Grünen-Kreisrat Matthias Weigert, Mitglied im Betriebsausschuss des AWB, zeigte sich ebenfalls glücklich über die schnelle Umsetzung der Grünen-Initiative. pm

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