Kirchheim

Die Wahlheimat Kirchheim in Bildern

Bilder von Vyacheslav Bogdanov sind im Steingau-Zentrum zu sehen

Kirchheimer Motive sind im Steingau-Zentrum noch bis zum 7. Oktober zu sehen. Foto: Christian Schlienz
Kirchheimer Motive sind im Steingau-Zentrum noch bis zum 7. Oktober zu sehen. Foto: Christian Schlienz

Kirchheim. Im Steingau-Zentrum erinnert eine Ausstellung an den Maler Vyacheslav Bogdanov. Zur Eröffnung kamen zahlreiche Besucher.

Während schwerer Krankheit wünschte sich Vyacheslav Bogdanov nach der Ausstellung „Impressionen einer Stadt“ von 2007 im Kirchheimer Rathaus eine weitere Ausstellung mit seinen Aquarellen. Leider erlebte der mittlerweile verstorbene Maler nicht mehr die Vernissage. Seine Ehefrau Inna Bogdanov war jedoch anwesend, „und er in der Erinnerung und mit seinem Geist sicher auch“, wie der Koordinator der Ausstellung Willi Kamphausen betonte.

Eröffnet wurde die Ausstellung mit der Begrüßung von Günter Öhrlich, dem Pastor der Baptistengemeinde, die den Saal für die Ausstellung zur Verfügung stellt. Im Grußwort hob Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker die Aktualität der Ausstellung in Bezug zu Integration hervor; sie zeige, „wie ein Mensch eine neue Heimat gefunden hat“. Mit Jazzmusik des Saxofonisten Valerij Katsnelson und drei russischen Liebesliedern der Sängerin Natalja Katsnelson wurde das Programm musikalisch umrahmt. Willi Kamphausen führte in seiner Rede in die wechselvolle Biografie des Künstlers ein und erklärte auch, wie die Ausstellung zustande kam.

Vyacheslav Bogdanov stammte aus Kaliningrad und war dort ein erfolgreicher Fernsehjournalist, bevor er 2005 seiner Ehefrau Inna Bogdanov nach Deutschland nachfolgte. Mit 60 Jahren musste er sein Leben in der Wahlheimat Kirchheim neu beginnen. Als junger Mann lernte er die Malerei, konnte sie später wegen seiner Arbeit beim Fernsehen aber nicht mehr ausüben. Im Ruhestand in Kirchheim fand er wieder die Zeit, sich dieser Leidenschaft zu widmen. Durch das Malen machte er sich Kirchheim vertraut.

Durch sein Ehrenamt beim Integrationsausschuss entstand der Kontakt zu Renate Hirsch, auf deren Initiative diese Ausstellung zurückgeht, zu Hans-Hilmar Seel, der sie umsetzte und zu Willi Kamphausen, dem Koordinator der Ausstellung.

Bei Jazzmusik, Sekt und Häppchen fanden die Besucher danach Gelegenheit, Vyacheslav Bogdanovs Gemälde auf sich wirken zu lassen. Viel Liebe zum Detail, leuchtende Farben und eine oft verträumt wirkende Atmosphäre prägen den Stil seiner Stillleben, Landschaften, Naturszenen und Stadtansichten. Einige bekannte Orte der Kirchheimer Altstadt scheinen in ein ganz besonderes Licht getaucht. Er hoffe, den Kirchheimern in seiner Ausstellung die Schönheit ihrer Stadt bewusst machen zu können, sagte Vyacheslav Bogdanov zur Ausstellung 2007 – auch in der aktuellen Ausstellung wird ihm das sicher wieder gelingen.

Die Bilder werden noch bis zum 7. Oktober im Steingau-Zentrum ausgestellt und sind käuflich zu erwerben. Interessierte können sich außerdem den 4. Oktober vormerken: Um 19 Uhr findet in der Ausstellung eine literarische Lesung von Hans-Hilmar Seel mit Liedern des russischen Chors Babuschki statt, bewirtet wird von den Mitgliedern von „Starkes Kirchheim“. Bei dieser Veranstaltung können zusätzlich Werke aus der Künstlermappe von Vyacheslav Bogdanov erworben werden.

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