Kirchheim

Ein Ort zum Toben und Wohlfühlen

Familie Der neu gestaltete Eduard-Mörike-Kindergarten in Ötlingen nimmt im Oktober den vollen Betrieb auf.

im Eduard-Mörike-Kindergarten gibt es für die Kinder jetzt genügend Raum, um sich künstlerisch auszutoben. Foto: Sabine Ackerman
im Eduard-Mörike-Kindergarten gibt es für die Kinder jetzt genügend Raum, um sich künstlerisch auszutoben. Foto: Sabine Ackermann

Kirchheim. „Hex, hex“, bekommt die Erzieherin postwendend von Melody die Antwort, als sie von ihr wissen möchte: „Wie heißt das Zauberwort?“. Nicht gehext, sondern tüchtig gearbeitet wurde ein gutes Jahr lang, damit der Eduard-Mörike-Kindergarten in Ötlingen mit dem Start ins aktuelle Kindergartenjahr seinen Vollbetrieb aufnehmen konnte.

„Eine solche Einweihungsfeier ist der Lohn für eine lange Arbeit“, sagt Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker. Bildung zu vermitteln, sei ein wichtiger Aspekt, der in den neuen, großzügig gestalteten Räumen noch mehr Spaß mache, sagt sie. Die Gesamtbaukosten für das Gebäude lagen bei etwa 1,1 Millionen Euro.

Entstanden sind in Ötlingen zwei Gruppenräume für je zwanzig Kinder inklusive zweier Kleingruppenräume, jeweils ein Bewegungs- und Multifunktionsraum sowie Büros und Nebenräume, in denen der Charakter und Charme des Bestandspavillons aus den 50er-Jahren erhalten werden sollten. Ortschaftsrat Hermann Kiks lobende Worte gehen an den Architekten, ans städtische Projektteam sowie besonders an die Erzieherinnen außenstehender Kindergärten, die ihre Erfahrungswerte mit viel Herzblut und Engagement in dieses Projekt eingebracht haben: „Ob Küchenplanung, Abläufe, Multifunktionsraum - das geht nicht nur vom Schreibtisch aus“. Beim Bringen und Abholen seitens der Eltern sehe er jedoch noch Handlungsbedarf. „Ich habe bei meinen Beobachtungen schon den Eindruck, dass es etwas chaotisch, vor allen Dingen aber gefährlich zugeht“, bemängelt Hermann Kik die Verkehrssituation, bei der auf der Straße schon mal gewendet werde.

Am Schluss äußert er noch den Wunsch, einen Förderverein ins Leben zu rufen. Aus seiner langjährigen Erfahrung bringe dieser sowohl der Einrichtung als auch der Stadt nur Vorteile. „Ortschafts- oder Gemeinderat würden sich bei der ein oder anderen Entscheidung leichter tun“, so der Kommunalpolitiker.

Viel Licht, ohne zu erschrecken

Das bestehende Gebäude zu respektieren, zu erweitern und mit einem Neubau zu einem Gebäudeensemble zu verbinden, stellte die Herausforderung dieser Bauaufgabe dar, sagt der Architekt Bertram Kiltz. Zudem sei es wichtig, beim „Bauen für Kinder“ eine Mischung aus geschützten und offenen Bereichen zu finden, „die Licht, Luft und Natur hereinlassen, ohne zu erschrecken“. Für die Kindergartenleiterin Ute Kopatsch war das vergangene Jahr ein Abenteuer, „das uns zwar so manches abverlangt hat, aber uns auch zu dem gemacht hat, was wir heute sind - eine kleine Kindergartenfamilie“. Sabine Ackermann

Anzeige