Kirchheim

Ein Ticket für das gesamte Stadtgebiet

ÖPNV Die Kirchheimer SPD-Gemeinderatsfraktion fordert die Einführung eines günstigen Stadttickets.

Symbolfoto
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Kirchheim. Nach den jüngsten Entwicklungen zur Neuordnung der VVS-Zonen und nach den vielen Initiativen von Städten wie Esslingen, Ludwigsburg und Tübingen erneuert die Kirchheimer SPD-Gemeinderatsfraktion ihren Antrag auf Einführung eines Stadttickets im gesamten Kirchheimer Stadtgebiet. „Pendler sollen mit einem Stadtticket jede beliebige Haltestelle im Kirchheimer Liniennetz für den Preis eines Kurzstreckentickets ansteuern können, selbst wenn sie aus Nabern nach Ötlingen unterwegs sein sollten“, skizziert der neue Fraktionsvorsitzende Marc Eisenmann in seiner Pressemitteilung die Idee. Dass dieser SPD-Antrag seit 2014 mit Verweis auf die Ergebnisse der Modellversuche in Marbach und Herrenberg zurückgestellt wurde, ist nun kein Grund mehr. „Die Ergebnisse in den Modellversuchen zeigen wesentlich höhere Fahrgastzahlen. Das wird in Kirchheim ebenfalls so sein“, ist sich Stadträtin Marianne Gmelin sicher.

ÖPNV ist zu teuer

Die bisherigen Preise sind völlig unattraktiv, um vom Auto auf den Bus umzusteigen. „Wenn man vom Schafhof in die Stadt und wieder zurück fahren will und dafür fünf Euro zu bezahlen hat, dann gibt es gegenüber dem eigenen Auto keinen Vorteil“, stellt Walter Aeugle die Vergleichsrechnung auf. Andreas Kenner verweist darauf, dass es bei dem Projekt „Relex-Expressbus“ vom Kirchheimer Bahnhof zum Stuttgarter Flughafen ja auch mit reduzierten Preisen klappt. „Diese unterschiedliche Preisgestaltung kann man keinem Kirchheimer Bürger sinnvoll erklären“, so der Landtagsabgeordnete.

Neben günstigerer Preisgestaltung ist für Stadtrat Bodo Schöllkopf noch das Thema Attraktivierung und Barrierefreiheit von Haltestellen eine große Herausforderung, und Neu-Stadtrat Arne Knoblauch ergänzt: „Um den ökologischen Nutzen aus einem besseren, kostengünstigeren ÖPNV in Kirchheim weiter zu erhöhen, gilt es, auch bei der Fahrzeugwahl den Schadstoffausstoß zu minimieren. Emissionsfreie Antriebstechnik ‚Made in Nabern‘ in Kirchheimer Bussen - das wäre doch mal was!“

Tonja Brinks ergänzt das Handlungsfeld um einen weiteren Bereich, denn „der Schülerverkehr in Kirchheim muss ebenfalls auf den Prüfstand“. Die SPD-Gemeinderatsfraktion wird dieses Bündel an Anträgen laut Pressemitteilung in die nächste Sitzungsrunde einbringen. „Es ist an der Zeit, den öffentlichen Personennahverkehr in Kirchheim attraktiver zu machen“, so Marc Eisenmann.pm

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