Kirchheim

Eine Feier für den toten Freund

Veranstaltung Jahr für Jahr lassen Musiker den verstorbenen Falko Rupprecht aufleben. Das ihm gewidmete Musikfest Falkstock auf dem Dach des Clubs Bastion lockte zum zwölften Mal Hunderte Besucher an.

Daniel Hughes begeisterte mit seinem „Familytainment“ vor allem die jungen Gäste. Foto: Ömer Savas
Daniel Hughes begeisterte mit seinem „Familytainment“ vor allem die jungen Gäste. Foto: Ömer Savas

Vor zwölf Jahren starb der Kirchheimer Musiker Falko Rupprecht an Leukämie. Seine Freunde aber wollten nicht seinen Tod betrauern, sondern das Leben feiern, und riefen deswegen das Falkstock-Festival ins Leben. Was einst aus einer Laune heraus geboren wurde, entwickelte sich zum festen Termin im Kirchheimer Veranstaltungskalender. Seitdem verwandelt eine Gruppe von Freunden jeden Sommer das Dach des Clubs Bastion für einen Tag in einen Festplatz. So feierten auch in diesem Jahr 500 Besucher zu vier Kirchheimer Bands sich selbst und die immer noch sehr lebhafte lokale Musikszene.

Aber der Reihe nach: Kirchheim ist nicht nur mit einem Haufen guter Bands gesegnet, sondern auch durch seine Attraktivität mit vielen jungen Familien. Eben für diese fing das Falkstock dieses Jahr auf ungewöhnliche Weise an. Und zwar mit einem Kinderprogramm: Daniel Hughes eröffnete den Abend mit „Danny‘s Familytainment“. Ob mit der „schwäbischen Eisenbahn“, einem jiddischen Volkslied oder einer Neuinterpretation des Ärzte-Klassikers „Junge“ - Kinder und Musiker hatten sichtlich Spaß.

Weiter ging‘s mit der Premiere von „Growing Movement“, einem neuem Stern am Kirchheim Musikhimmel. Die Gruppe zeigte in ihrem ersten Auftritt vor großem Publikum, dass Hip-Hop deutlich mehr kann, als nur stumpf sein. Wie jede Musikrichtung erfindet sich auch der Hip-Hop ständig neu. Eine aktuelle Spielart ist das Genre „Trap“, das vor allem durch scheppernde Beats und Autotune auffällt. Dieser „Hip-Hop der Neuzeit“ wurde eindrucksvoll vorgetragen von dem Duo „Shiz & Delgado“. Doch während in den USA auch in diesem neumodischen Rap-Genre eher über Drogen und Sex gesprochen wird, halten die zwei Kirchheimer die Schule des guten alten Deutsch-Raps hoch und erzählen mit viel Wortwitz vom Alltag.

Den Abschluss bildete mit „Grup Huub“ ein ganz besonderer Headliner. Die Bissinger Band hat sich mittlerweile auch überregional einen guten Ruf erspielt. Angefangen hat alles vor vier Jahren, ebenfalls auf dem Falkstock-Festival. Damals noch ganz nervös, haben die Jungs dieses Jahr deutlich gezeigt, wie man ein Publikum zum Rocken bringt.

Zusätzlich zu jeder Menge Spaß und Unterhaltung unterstützt das Festival auch den guten Zweck: Der gesamte Erlös des Festes geht an die Stefan-Morsch-Stiftung, eine Stammzellspenderdatei, die sich der Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke verschrieben hat. Insgesamt kamen 3500 Euro für den guten Zweck zusammen. pm

Nähere Infos zum Falkstock-Festival erfährt man auch auf der Facebook-Seite unter www.facebook.com/falkstock

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