Kirchheim

Emanzipation in der Provinz

Literatur Am 12. November dreht es sich im Max-Eyth-Haus um die eigenwillige Schriftstellerin Maria Müller-Gögler.

Kirchheim. Sie war eine unentwegte Tagebuchschreiberin und zuverlässige Zeitzeugin: Am Sonntag, 12. November, um 11 Uhr widmet sich der Kirchheimer Literaturbeirat der oberschwäbischen Schriftstellerin Maria Müller-Gögler. Beginn der Veranstaltung ist um 11 Uhr im Max-Eyth-Haus.

Maria Müller-Gögler, geboren 1900, verfasste Romane mit historischem und aktuellem Hintergrund, schrieb Biografien, Gedichte und Erzählungen. Ihre Hauptfiguren sind meist Frauen, denen nichts Menschliches fremd ist. Die Menschen in dieser schwäbischen Landschaft sind Opfer und Täter zugleich: Opfer mitmenschlicher Intrigen oder des bösen Zufalls, durchaus aber selbst bereit zur bösen Tat, voller Schuldgefühle und Zweifel an einer gerechten Welt. Es ging ihr um mehr: die Selbstbehauptung der Frau, die Emanzipation der Alten. Für ihr Werk erhielt die Autorin zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, unter anderem die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Dr. Doris Rothmund stellt die eigenwillige, etwas in Vergessenheit geratene Schriftstellerin in Kirchheim vor und liest ausgewählte Texte. Doris Rothmund, geboren 1950 in Mengen, studierte Germanistik und Politikwissenschaft und promovierte an der Universität Tübingen über „Feuchtwanger und Frankreich“.pm

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