Kirchheim

Erfahrung soll auch in Berlin ziehenNils Schmid will als Nachfolger von Rainer Arnold in den Bundestag wechseln. Für den Wahlkreis Esslingen sucht die SPD noch einen Kandidaten.

Roland Kurz

Kirchheim/Filderstadt. Zuversichtlich ist ein Lieblingswort von Nils Schmid. Er ist zuversichtlich, dass seine Erfahrung als Finanzminister der SPD in Berlin nützt. Er ist zuversichtlich, dass er die Landespartei überzeugen kann, dass es eine gute Entscheidung ist, ihn am 11. März auf einen vorderen Listenplatz zu setzen. Bereits am Donnerstag war durchgesickert, dass er in den Bundestag wechseln will als Nachfolger von Rainer Arnold. In einem Pressegespräch in Filderstadt begründete Schmid gestern seine Entscheidung.

Mitentschieden hat auch der SPD-Kreisvorstand. In einer Telefonkonferenz haben laut dem Kreisvorsitzenden Michael Beck alle der Nominierung zugestimmt. Für den Wahlkreis Nürtingen sei es wichtig gewesen, eine Person zu finden, die einen sicheren Listenplatz erhalte. Dem CDU-Abgeordneten Michael Hennrich das Direktmandat abzuluchsen, liegt jenseits der Zuversichtsgrenze.

Schmid, der in Filderstadt aufwuchs, ist 1997 für den Wahlkreis Nürtingen in den Landtag gezogen und wechselte 2011 in den Kreis Reutlingen. Er finde es schön, weiter für seine Heimat zwischen Neckar, Alb und Filder im Bundestag arbeiten zu können. Es sei wichtig, dass der einwohnerstarke Wahlkreis dort einen Vertreter habe. Er könne sich für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur stark machen. Es gelte auch, die Wirtschaftsstärke der Region in Berliner einzubringen. Schmid beabsichtigt aber auch, in die Außenpolitik einzusteigen. Mit Anfang 40 und nach 20 Jahren Landespolitik sei es gut, etwas Neues zu beginnen, sagte Schmid. Er werde jedoch nicht von Reutlingen in den Wahlkreis ziehen, weil seine Tochter jetzt in Reutlingen in die Schule gekommen sei, und sich die Familie in der Stadt sehr wohl fühle. Der Weg auf die Filder oder nach Nürtingen sei kurz.

Die neue Landesvorsitzende Leni Breymaier wird voraussichtlich auf Listenplatz eins gehievt. Da außer Rainer Arnold auch der Freiburger Gernot Erler nicht mehr antritt, sind aber zwei sichere Plätze vorne frei. Im Wahlkreis Esslingen ist die SPD-Findungsgruppe noch auf Kandidatensuche.

Anzeige