Kirchheim

„Es war ein ständiges Hin und Her“

Corona Das Beherbergungsverbot verhagelt Reisenden die Urlaubsplanung und sorgt für Andrang in den Arztpraxen. Das VGH-Urteil macht Reisen im Ländle einfacher. Von Antje Dörr

Koffer packen, auch im Corona-Hotspot: Nach dem VGH-Urteil steht einem Urlaub in Baden-Württemberg nichts mehr im Wege.Foto: Car
Koffer packen, auch im Corona-Hotspot: Nach dem VGH-Urteil steht einem Urlaub in Baden-Württemberg nichts mehr im Wege.Foto: Carsten Riedl

Ihre Auslandsurlaube haben Edith und Wolfgang Clausnitzer, die als Rentner gerne und viel reisen, in diesem Jahr bereitwillig abgesagt. „In ein Risiko­gebiet zu reisen oder in einem vollen Flugzeug zu sitzen, das war uns zu gefährlich“, ...

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„Der Schaden, der angerichtet wurde, ist immens“

Das Beherbergungsverbot hat Melanie Strobel, Geschäftsführerin des Ateckhotels in Kirchheim, ein Déjà-vu der unangenehmen Art beschert. „Alles wurde wieder storniert“, sagt sie. „Der Schaden ist immens.“ Das Beherbergungsverbot sei ein „Lockdown durch die Hintertür“. Weil viele Firmen nun erneut ein Reiseverbot verhängt hätten, dürften Geschäftsreisende nicht mehr im Ateckhotel, das im Hotspot Landkreis Esslingen liegt, übernachten. „Ich verstehe es nicht. Laut Robert-Koch-Institut sind wir nicht schuld am Infektionsgeschehen“, sagt Melanie Strobel. Sie begrüßt die Aussetzung des Beherbergungsverbots durch den VGH, auch wenn der Schaden bereits angerichtet sei. „Jeder hat gesagt, das Verbot ist sinnlos, unverhältnismäßig und außerdem unmöglich zu kontrollieren.“

Ähnlich sieht das Karl-Heinz Raff vom Hotel „Zur Post“ in Weilheim. „Durch die Stornierungen diese Woche haben wir sicher 2500 bis 3000 Euro Schaden“, sagt der Hotelinhaber. Daran ändere das VGH-Urteil so schnell nichts. „Wenn Monteure absagen, kommen sie erst im nächsten Turnus wieder.“ adö