Kirchheim

Fachwerk im Giebel ist noch möglich

Waldhorn Die Kirchheimer Verwaltungsspitze nimmt Stellung zur Diskussion über den geplanten Neubau auf dem Marktplatz.

Kirchheim. „Wir sind mitten in einem Prozess, es geht nicht um eine fertige Planung“: Die Verwaltungsspitze betont im Pressegespräch, dass noch keine Entscheidung gefallen ist zu Details des Waldhorn-Neubaus. Zum Altbau resümiert Günter Riemer: „Die Sanierung ist unzumutbar.“ Die Stadt dürfe den Investor jetzt nicht „hängenlassen“, wirft Angelika Matt-Heidecker ein. Ohne Denkmaleigenschaft gingen Abschreibemöglichkeiten verloren, von fehlenden Einnahmen wegen der Verzögerungen ganz abgesehen. Deshalb suche die Stadt „ein gutes Ergebnis für alle Seiten“.

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Die Oberbürgermeisterin zitiert die Protokolle des Gestaltungsbeirats. Im Juni hieß es da, „dass das Gebäude neu aufgebaut werden soll, und zwar in Anlehnung an den bestehenden Bau in einer Fachwerkstruktur“. Durch den Neubau solle „die Innovationskraft des Fachwerkbaus deutlich sichtbar werden und auch für spätere Projekte in der Altstadt beispielhaft wirken“. In der aktuellen Sitzung habe der Beirat den Architekten mit auf den Weg gegeben, die Fenster in der Giebelfront zu verkleinern sowie „Materialität und Farbe“ darzustellen. Eine Sondersitzung sei anberaumt – noch vor Weihnachten.

Ein Sichtfachwerk zum Marktplatz hin sei nicht ausgeschlossen: „Dazu wurde nichts gesagt, da kann es durchaus einen Fachwerkgiebel geben“, meint Bürgermeister Riemer. Die Giebelgestaltung spiele eine große Rolle: „Das ist dem wertvollen Ort geschuldet. Wir sind da ja nicht irgendwo in der Stadt.“Andreas Volz