Kirchheim

Feiern und verantwortlich fahren

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Projekt Junge Leute lassen sich eher etwas von Gleichaltrigen sagen. Für ein Projekt zum Thema „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ werden nun neue „Peers“ gesucht.

Wer Alkohol trinkt, sollte danach die Finger vom Lenkrad lassen.Symbolbild: Jörg Bächle
Wer Alkohol trinkt, sollte danach die Finger vom Lenkrad lassen.Symbolbild: Jörg Bächle

Um das Thema „Alkohol, Drogen und Straßenverkehr“ geht es beim Peer-Projekt „jung, mobil und klar“ an Fahrschulen. Auch wenn für Fahranfänger die 0,0 Promillegrenze gilt, verzichten nicht alle jungen Leute beim Autofahren auf Alkohol und andere Suchtmittel. Es zeigt sich, dass gerade bei Fahranfängern und jungen Fahrern die Unfallquote unter Einfluss von Alkohol oder Drogen am höchsten ist.

Beim Peer-Projekt an Fahrschulen werden junge Fahrer an zwei Tagen zum Thema „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ geschult, um dieses anschließend an Fahrschulen in einzelnen Unterrichtseinheiten zu thematisieren. Zur Verstärkung des Teams werden nun neue Peers zwischen 17 und 25 Jahren gesucht. Die nächste Schulung der Peers findet am Freitag, 10. März, von 18 bis 21 Uhr und Samstag, 11. März, von 10 bis 16 Uhr statt.

Die angehenden Peers lernen verschiedene Methoden, wie sie das Thema „Alkohol, Drogen und Straßenverkehr“ ansprechen können, bringen ihre Ideen und Erfahrungen ein, üben das Diskutieren, auf Menschen zuzugehen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Dabei beschäftigen sie sich selbst intensiv mit dem Thema Alkohol und Drogen und sind sensibilisiert für den Umgang mit Suchtmitteln im Straßenverkehr.

Das Wort „Peer“ heißt übersetzt „gleichaltrig“, und der Peer-Ansatz nutzt die Tatsache, dass junge Menschen von Gleichaltrigen oft mehr annehmen als von Erwachsenen. Peers haben den gleichen Lebensstil wie die Fahrschüler, auch sie gehen gerne auf Partys oder in Discos und kennen die Diskussionen um das sichere Nachhausekommen. Peers können ihre eigenen Strategien und Erfahrungen weitergeben, wenn es darum geht, wie man Feiern und Fahren verantwortlich organisieren kann.

Für ihre Einsätze erhalten die Peers eine Aufwandsentschädigung und Fahrtkosten. Die Ausbildung absolvieren sie ehrenamtlich. Das Peer-Projekt an Fahrschulen wird von den Landkreisen Esslingen und Göppingen gemeinsam durchgeführt und besteht nun schon seit über 10 Jahren. Im Landkreis Esslingen wird es unterstützt von der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen. Bisher haben bereits über 200 Einsätze mit großem Erfolg stattgefunden.

In Süddeutschland sind die Landkreise Esslingen und Göppingen die einzigen, die dieses Projekt umsetzen. Mehr Informationen zum Peer-Projekt findet man auch auf der bundesweiten Homepage www.peer-projekt.de.pm

1 Informationen gibt es bei der Koordination Suchtprophylaxe Landkreis Esslingen, Christiane Heinze, unter der Telefonnummer 0 70 21/9 70 43 28 oder per E-Mail an heinze.christiane@LRA-ES.de.

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