Kirchheim

Film Club Teck überzeugt bei virtuellen Filmfestspielen

Symbolbild
Symbolbild
Kirchheim. Not macht erfinderisch und kann kurzfristig sogar zu neuen Wegen führen: Der Bund Deutscher Filmautoren (BDFA) hat eine solche Abzweigung genommen und einen virtuellen Wettbewerb veranstaltet. Mit dabei: Die Autoren des Film Club Teck, die dabei sogar überzeugt und gleich zwei Nominierungen für den „Olymp“ der Amateurfilmer eingeheimst haben.

Es war auf vielen Ebenen zu spüren: Ein Wettbewerb lebt vom Augenblick, von der Atmosphäre. Das ist nicht nur im Sport so, das gilt auch für die Amateurfilmer, die sich einer solchen besonderen Herausforderung stellen. Auf Landesebene hat es zeitlich gerade noch geklappt, den Filmfestspielen auf Bundesebene hat die Corona-Pandemie dann allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch absagen wollte der BDFA den Wettbewerb nicht, wodurch es zu der spontanen Entscheidung kam, die Filmfestspiele einfach online zu veranstalten. Diese Idee war zwar neu, lockte die Teilnehmer aber aus der Reserve. Die Jury sichtete im Internet die Filme und beriet sich in Videokonferenzen, bevor anschließend die Ergebnisse bekanntgegeben wurden.

Das Publikum war zwar nicht live dabei, dafür konnte es alle Filme über die Online-Portale anschauen. Beim Film Club Teck haben dies vermutlich sehr viele Mitglieder getan. Daher war die Freude umso größer, als klar wurde, dass der Film Club glänzend abgeschlossen hatte. Beim Bundesfilmfestival Natur in Blieskastel hat Dr. Helmut Leier für seinen Film „Schmetterlinge im Bauch“ die Nominierung zu den Deutschen Filmfestspielen (DAFF) erhalten. Sie waren in Erfurt geplant, werden aber ebenfalls als Online-Festival stattfinden müssen. Zusätzlich zum Erfolg der kleinen Hundegeschichte erhielt Leier für „Arte Sella“ bei der Doku in Castrop-Rauxel eine Teilnehmerurkunde auf Bundesebene – ebenso wie Manfred Hirt von den Fotofreunden Altbach, der mit „Irland“ als FCT-Gast am Wettbewerb teilgenommen hat.

Beim Bundesfilmfestival Doku in Fuldabrück überzeugte Peter Markotschi mit „Windkraft“ und dem exakten Zusammenspiel all der Kräfte, die für den Aufbau eines Windrads notwendig sind. Es gab eine Silbermedaille und ebenfalls eine DAFF-Einladung. Im gleichen Wettbewerb erhielt Lothar Bogsch die Bronze-Medaille für „Erlebnis Island“ . Auch Gerd Ruckdäschel durfte sich für seine mit filmischen Szenen angereicherte Fotoschau „Vincent“ über Bronze freuen.

Ob und wie es auf internationaler Ebene weitergehen wird, ist aufgrund der aktuellen Ereignisse rund um die Corona-Pandemie allerdings noch offen. bi

Anzeige