Kirchheim

Firma Holder investiert in neues Werk

Wirtschaft Rund 35 Mitarbeiter sollen von Kirchheim und Lenningen bis Jahresende auf die Alb wechseln.

Kirchheim. Die Firma Holder Oberflächentechnik aus Kirchheim investiert kräftig in ein zusätzliches Werk auf der Schwäbischen Alb in Laichingen im Alb-Donau-Kreis: Im dortigen Komplex der geschlossenen Firma Süddekor nutzt das Unternehmen ein Areal mit einer überbauten Fläche von 27 000 und einer Grundstücksfläche von 43 000 Quadratmetern. Es handle sich um ein sehr großes, attraktives Gelände, das die Firma Holder mit Kaufoption miete, informiert der Geschäftsführer und alleinige Gesellschafter, Jochen Holder. Die Lage an der Autobahn sei günstig; nicht weit entfernt seien beispielsweise die Kunden der Autoindustrie wie BMW in München, Audi in Ingoldstadt sowie Porsche und Daimler in Stuttgart.

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Bislang beschäftigt die Firma Holder insgesamt etwa 250 Mitarbeiter. In der Teckregion verfügt sie über drei Werke: in Lenningen sowie in Kirchheim in den Gewerbegebieten Bohnau und Kruich­ling. „Das vierte Werk in Laichingen ist nun unser flächenmäßig größtes“, betont Jochen Holder. In Laichingen sollen bis Ende des Jahres rund 70 Mitarbeiter beschäftigt sein, wobei etwa 35 Mitarbeiter von Kirchheim und Lenningen auf die Alb wechseln werden. Darüber hinaus will die Firma Holder neue Arbeitskräfte aus der Laichinger Region einstellen.

Zuschuss für Umweltfreundlichkeit

Die Holder GmbH, die Oberflächen für metallverarbeitende Unternehmen vor allem der Automobilindustrie beschichtet, investiert laut Jochen Holder in den Standort Laichingen allein in diesem Jahr „ohne Immobilie zwischen sechs und sieben Millionen Euro“. Im nächsten Jahr soll weiteres Geld in die Hand genommen werden. Die Anlagen für die Aluminiumbehandlung seien immens teuer, verdeutlicht der Geschäftsführer. Holder hofft, mit der Produktion in Laichingen im Juni beginnen zu können. Schon jetzt seien dort einige Mitarbeiter tätig. Das Areal werde momentan als Lager genutzt.

Bei der Produktion in Laichingen handle es sich um ein optimiertes Verfahren, das besonders umweltschonend ablaufe, betont Jochen Holder. So könnten mit der neuen Anlage im Werk auf der Alb jährlich 2,5 Millionen Kilowattstunden Energie (entspricht 770 Tonnen CO2), 20 Tonnen Chemikalien und 12 500 Kubikmeter Wasser eingespart werden. Es sei schon immer der Weg des Unternehmens gewesen, in Sachen Umweltschutz einen Schritt voraus zu sein - zum einen aus Überzeugung und zum anderen aus wirtschaftlichen Gründen. Auch das Bundesumweltministerium wurde auf das Verfahren bei Holder aufmerksam. Die Firma erhält für ihre Produktion einen Zuschuss von 1,3 Millionen Euro. Heike Siegemund