Kirchheim

Gelbes Band bedeutet „zugreifen“

Umwelt Entsprechend gekennzeichnete Obstbäume dürfen ohne Nachfragen beim Besitzer abgeerntet werden.

Kirchheim. Nach der Blüte ist vor der Ernte: Auf den Streuobstwiesen hängt oft mehr Obst an den Bäumen, als von den Besitzern der Wiesen geerntet werden kann. Damit möglichst viele Äpfel, Zwetschgen und Birnen verzehrt werden und nicht verfaulen müssen, beteiligt sich die Stadt Kirchheim auch in diesem Jahr an der Aktion „Gelbes Band“ des Landkreises Esslingen.

Ab sofort können Besitzer von Obstbäumen im Bürger-Service des Kirchheimer Rathauses sowie in den Verwaltungsstellen der Ortsteile Jesingen, Ötlingen und Nabern die gelben Signalbänder abholen. Wiesenbesitzer, die ihr Obst selbst nicht abernten können oder möchten, haben die Möglichkeit, über ein solches gelbes Band ihre Bäume zur Ernte freizugeben. Wichtig ist, dass nur die mit dem gelben Band gekennzeichneten Bäume abgeerntet werden dürfen - alles andere ist Diebstahl und kann vom Besitzer der Wiese zur Anzeige gebracht werden.

„Auch in unserem Stadtgebiet verbrauchen Streuobstwiesen-Besitzer oft nur einen kleinen Teil der reifen Früchte an ihren Bäumen. Damit der Rest des Obstes nicht verfault, sondern bei der Bevölkerung landet, nehmen wir auch in diesem Jahr wieder an der Aktion ‚Gelbes Band‘ teil“, erläutert Wolf Rühle, Umweltbeauftragter der Stadt.

Das Projekt „Gelbes Band“ wurde im vergangenen Jahr erstmals vom Landkreis Esslingen zusammen mit 37 Städten und Gemeinden ins Leben gerufen und durchgeführt. Die Idee, nicht benötigtes Obst anderen zur Verwertung zur Verfügung zu stellen, wurde Ende Mai mit dem Bundespreis „Zu gut für die Tonne“ ausgezeichnet, ein Preis gegen Lebensmittelverschwendung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. pm

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