Kirchheim

Geschenke für Bedürftige

Aktion Viertklässler der Freihof-Grundschule in Kirchheim packen für bedürftige Bürger besondere Päckchen. Sie unterstützen dabei die Diakonische Bezirksstelle. Von Iris Häfner

All diese Leckereien dürfen die Schüler in Tüten verpacken. Foto: Carsten Riedl
All diese Leckereien dürfen die Schüler in Tüten verpacken. Foto: Carsten Riedl

Es wuselt nur so von Kindern um die Tische. Die Möbel sind im Viereck aufgestellt und in logischer Folge eingedeckt – das Stabile, Schwere zuerst: Dosensuppe, Gurkenglas, Wurstkonserve, dann in Pappe verpackter Kaiserschmarrn und Spekulatius. Es folgen andere Leckereien, damit diese eine stabile Basis in der roten Geschenk-Papiertüte für die zerbrechliche Tasse bilden, die dann noch mit Schokis gefüllt werden kann. Exakt in dieser Reihenfolge bestücken Kinder die Tüte.

Konzentriert und hoch motiviert gehen sie zu Werke, befolgen exakt die Anweisungen und warten mehr oder weniger geduldig auf das Okay, dass ihre Tasche korrekt gefüllt ist. Erst dann dürfen sie die nächste leere Tüte abholen und den gleichen Vorgang wiederholen.

An der vorweihnachtlichen Bescherung beteiligen sich die evangelischen Religionsschüler der Klassen 4 b und 4 c der Freihof-Grundschule in Kirchheim voller Elan und mit Begeisterung. Das hat mittlerweile Tradition bei der Diakonischen Bezirksstelle und ist ein Dauerbrenner unter dem Titel „Weihnachtstütenaktion“. Für 70 bedürftige Menschen in Kirchheim ist es nicht selten das einzige Geschenk, das sie in diesem Jahr zum Fest aller Feste bekommen. Die Tüte steht nicht einfach wie der gefüllte Nikolausstiefel vor der Tür, sondern die persönlich Übergabe samt Besuch gehört seit Jahren zum festen Ritual.

Dem bunten Treiben des Tütenpackens schauen Ulrich Weiß, Vorstand der Rotary-Hilfe, und Dr. Hanns-Dieter Aberle, Präsident des Rotary Clubs Kirchheim-Nürtingen, von Anfang an zu. Ihr Club hat die Sachspenden finanziert, Marktkauf Kirchheim hat sie geliefert – inklusive einem süßen Dankeschön für die tatkräftigen Kinder.

„Wir brauchen euch, denn es gibt Kinder, denen es nicht so gut geht“, motivierte Organisatorin Claudia Brendel vom Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen gleich zu Beginn der Aktion die Schüler. Hanns-Dieter Aberle sprach von seinen Erfahrungen mit unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen und davon, was für sie am wichtigsten ist: „Hier können sie in die Schule gehen“, sagte er.

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