Kirchheim

Global denken, lokal handeln, gut leben

Zukunft Bei einem Umwelt-Workshop haben die Teilnehmer nach einer Lösung gesucht, wie man den Klimawandel stoppen kann.

Kirchheim. Beunruhigt durch die Folgen des Klimawandels trafen sich etwa 30 Bürger in der Familien-Bildungsstätte Kirchheim. Globale Zukunftsfragen und Lösungen standen auf der Tagesordnung. Den Workshop hatten die Attac-Regionalgruppe Kirchheim und das Kirchheimer Bündnis gegen TTIP veranstaltet. Nachdem der Dokumentarfilm „Tomorrow - die Welt ist voller Lösungen“ Klimawandel-Lösungen aus zehn Ländern gezeigt hatte, suchten die Teilnehmer nach Ideen für Kirchheim.

Zur Einstimmung in das Thema begann der Energieexperte der BUND-Ortsgruppe Nürtingen, Otmar Braune, seinen Vortrag mit dem Appell: „Wir müssen erkennen, dass die Erde mit all ihrem Leben unser einziges Zuhause ist.“ In der Region sei vor Kurzem festgestellt worden, dass sich die Anzahl der fliegenden Insekten in Naturschutzgebieten in den letzten 30 Jahren um mehr als 70 Prozent reduziert habe. Es sei ein Erfolg, dass 175 Staaten einem Klimaabkommen zugestimmt haben. Auch Deutschland habe sich verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen umzusetzen. Dieser Modernisierungsprozess werde weitgehend auf kommunaler Ebene stattfinden. Otmar Braune ließ auch keinen Zweifel daran, dass die Umsteuerung sofort beginnen muss.

Fasziniert waren die Teilnehmer vom Szenario „Neue Mobilitätskultur“, in dem durch ein Netz autonomer Fahrzeuge und kleinteiliger ÖPNV-Angebote alle Räume besser erreichbar sein könnten. Die Tatsache, dass diese Studie im Landtag vorgestellt wurde, gibt ihnen Hoffnung.

Hans-Werner Schwarz vom Entwicklungspädagogischen Informationszentrum in Reutlingen ging in seinem Vortrag auf die Umsetzung der Agenda 2030 in Deutschland ein. Trotz Klimaschutzkonzept nehme auch Kirchheim die brisante ökologische Situation nicht wirklich ernst, da der Gemeinderat die Stelle des Klimaschutzbeauftragten streicht.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass neben Ideen auch der politische Wille im Landtag und Gemeinderat notwendig ist. pm

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