Kirchheim

Gute Laune für Daheimgebliebene

Freizeittipp Ferienzeit ist Reisezeit. Doch abwechslungsreiche, spannende Stunden können Familien auch zu Hause verbringen – etwa mit diesen neuen Spielen. Von Tanja Liebmann

Was tun, um zu gewinnen? Bei „Red Peak“ werden den Spielern viele gemeinsame Entscheidungen abverlangt. Foto: Tanja Liebmann
Was tun, um zu gewinnen? Bei „Red Peak“ werden den Spielern viele gemeinsame Entscheidungen abverlangt. Foto: Tanja Liebmann

In den Urlaub zu fahren ist toll. Zu Hause zu bleiben, kann allerdings auch ziemlich viel Spaß machen. Für alle, die über die Sommerferien in Kirchheim und Umgebung weilen, gibt es ein paar Spieletipps zu empfehlenswerten Neuheiten:

Für Teamspieler

Achtung, nichts wie weg! Bei „Red Peak“ steht ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Wichtig ist es, dass sich die Spieler gut abstimmen und durch das clevere Ausspielen von Karten Wegplättchen ergattern und vorankommen. Zeitdruck spielt meist eine Rolle, wobei es aber auch entspannte Phasen gibt. Kniffelig ist aber auch, nicht zu wenig zu riskieren, denn mit der Zeit rückt die glühende Lava immer näher. Außerdem müssen die Spieler sehr viel miteinander reden. Welches Plättchen nehmen? Reichen die Karten? Wird die Flucht gelingen? Fazit: sehr spannend und kommunikativ.

„Red Peak“ von Carlo A. Rossi ist bei „Ravensburger“ erschienen und für Kinder ab acht Jahren.

Für Kindergartenkinder

100 Punkte für das Spielmaterial. Denn wie cool ist das denn: Auf dem großen und sehr stabilen Papp-Spielplan sitzt ein wunderschön gestaltetes Holz-Karussell. Natürlich gehört es zum Spiel, immer mal wieder daran zu drehen. Doch damit nicht genug. Auch gilt es zu würfeln, Taler in die Mulden des Karussells zu setzen und mit Regentropfen und Sonnenstrahl-Stücken zu hantieren. Nicht zuletzt haben die Spieler die Aufgabe, Farben zuzuordnen, sich Dinge zu merken und Längen abzuschätzen. Sind die Kinder darin geschickt und haben sie beim Würfeln und Drehen Glück, werden sie ihr Ziel - ein voll besetztes Karussell bei gutem Wetter - rasch erreichen. Fazit: ein schön gelungenes und hochwertiges Teamspiel für Kindergartenkinder.

„Monsieur Carrousel“ von Sara Zarian ist bei „LOKI/HUCH!“ erschienen und für Kinder ab vier Jahren.

Für Ausgewogene

Wer findet die gesündeste Balance? Um diese Frage geht es bei dem Spiel „Clever fit“. Die Spieler wählen im Laufe von drei Runden verschiedene Nahrungsmittel aus und versuchen, damit möglichst viele Punkte zu sammeln. Genial ist: Die drei Runden symbolisieren die drei Mahlzeiten am Tag. Die besten Chancen auf den Sieg haben diejenigen Spieler, die wenig naschen, viel Wasser trinken und sich möglichst ausgewogen ernähren. Machbar ist das über das geschickte Ausspielen und Weitergeben von Karten. Fazit: ein reizvolles und lehrreiches Spiel zu einem wichtigen Thema.

„Clever fit“ von Steve Brück, Dennis Kirps und Christian Kruchten ist bei „Logis“ erschienen und für Kinder ab sieben Jahren.

Für Zeichenkünstler

Einfach und doch verzwickt. So lässt sich „Burg Kritzelstein“ umschreiben. Das Ziel ist es, auf einem Zettel möglichst schnell und punkteträchtig die Elemente einer Burganlage fertigzustellen. Würfelergebnisse, die für alle gelten, stellen die Spieler vor die Qual der Wahl. Was mag ich zuerst kreieren oder in der Vorlage ausmalen: Burgbewohner, Mauern, Türme oder andere Elemente? Je nach Priorität gilt es, die Spielsteine an bestimmten Stellen des eigenen Tableaus zu platzieren. Sind komplette Reihen oder Spalten mit Steinen gefüllt, darf gekritzelt werden. Toll ist zudem, dass die Spieler in einer Variante gut taktieren können. Fazit: erfrischend, kreativ, unterhaltsam; auch Erwachsene spielen gerne mit.

„Burg Kritzelstein“ von Corentin Lebrat und Ludovic Maublanc ist bei „Blue Orange/Asmodee“ erschienen und für Kinder ab sechs Jahren.

Für Taktiker

Die Optik sticht hervor, denn die Spieler bauen bei „Reef“ ein farbenprächtiges Korallenriff auf ihr Tableau. Handliche Steine in vier verschiedenen Farben machen es möglich. Kniffelig ist: Wo auf dem Spielbrett soll man sie denn überhaupt platzieren? Aufeinander stapeln, um einen Vierer-Turm zu schaffen, oder es doch lieber mit einer Diagonalen versuchen? Die Möglichkeiten sind vielfältig und Karten geben vor, für welche Formationen es wie viele Punkte gibt. Der Haken: Nicht jede Spielkarte, die ein Spieler gerne haben würde, bekommt er auch. Unter anderem kann sie ihm von anderen Mitspielern vor der Nase weggeschnappt werden oder das Handkartenlimit setzt dem Punktgewinn ein Ende. Fazit: ein taktisches Legespiel mit einfachen Regeln, aber viel spielerischem Tiefgang.

„Reef“ von Emerson Matsuuchi ist bei „Next Move/Pegasus Spiele“ erschienen und für Kinder ab acht Jahren.

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