Kirchheim

Gute-Laune-Garanten für Ferientage

Freizeit Gesellschaftsspiele machen Spaß, vertreiben die Zeit und können dabei helfen, pandemiebedingte Lern­lücken zu schließen. In den nächsten Tagen startet der Teckbote die Serie „Spielend lernen“. Von Tanja Liebmann

Spielen macht Spaß und fordert das Gehirn. Fotos: Tanja Liebmann
Spielen macht Spaß und fordert das Gehirn. Fotos: Tanja Liebmann

Regentage können in den Ferien ganz schön nerven. Denn egal, ob im Urlaub oder auf Balkonien: Bei schlechtem Wetter macht sich schnell Langeweile breit. Was also tun, wenn einem die Decke auf den Kopf zu fallen droht? „Spielen!“, lautet die Devise, denn diese Freizeitbeschäftigung sorgt für kurzweilige Stunden. Hier ein paar Anregungen für unterschiedliche Geschmäcker und Altersgruppen.

Für Treffsichere

„Flyin’ Goblin“ ist ein Spiel mit Katapulten und optisch reizvoll. Die Spielschachtel lässt sich nämlich rasch in eine Burg mit 16 Räumen verwandeln, in die unter anderem Diamanten und Münzen gelegt werden. Auf „Los“ feuern dann alle Spieler gleichzeitig ihre Goblin-Figuren auf die Burg - und je nachdem, wo diese landen, können oder müssen unterschiedliche Effekte genutzt werden. Klasse ist, dass die Partie durch und durch spannend ist. Wer Diamanten gewinnt, kann sie nämlich schnell wieder verlieren, und auch viele Münzen oder Figuren garantieren nicht den Sieg. Fazit: Spaß und Ärger liegen hier dicht beieinander - unter anderem wegen gegnerischer Attacken und außer Kontrolle geratener Flugbahnen.

Flyin’ Goblin von Corentin Lebrat und Théo Rivière ist bei IELLO/Hutter Trade erschienen und für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren.

Für Kindergartenkinder

Merk dir die Szene! Ganz nach diesem Motto haben die Spieler bei „Memo Friends“ die Aufgabe, sich das Bild auf einer Karte einzuprägen. Steht zum Beispiel der Bär mit dem Rücken zum Betrachter und rechts oder links vom Baumstamm? Sitzt der Fuchs auf dem Stamm oder daneben? Je nachdem, wie gut die Spieler sind, kann die Karte schon nach kurzer Zeit wieder verdeckt werden. Danach gilt es, die Szene mit robusten Figuren aus Holz und Pappe nachzustellen. Fazit: Ein schönes Merkspiel, das in einer Variante auch das Ausdrucksvermögen schult.

Memo Friends ist bei Goula/Jumbo erschienen und für ein bis zwei Spieler ab drei Jahren.

Für Zocker

Wann zugreifen, wann abwarten? Um diese Frage geht es bei dem Kartenspiel „Piratz“. Wer ­beginnt, darf eine Karte aufdecken und sie nehmen oder liegenlassen und weiterzocken. Auch nachfolgende Spieler dürfen dies tun - oder sich an der Auslage bedienen. Die Karten zeigen je ein bis vier gleich oder unterschiedlich wertvolle Schätze. Cool ist: Liegen mehrere Karten mit gleichem Schatz-Symbol aus, dürfen alle „schatzgleichen“ Karten genommen werden. Allerdings: Wer zuschlägt, scheidet für die aktuelle Runde aus und muss mitunter zusehen, wie Mitspieler womöglich noch fettere Beute abgreifen. Diese könnten beim Aufdecken aber auch Pech haben und nur eine Mini-Beute erhalten. Fazit: Ein klein verpacktes Spiel für Zocker. Super!

Piratz von Oliver Igelhaut ist bei Igel Spiele erschienen und für zwei bis vier Spieler ab sieben Jahren.

Für Schnelle

Bei „Ding Dong Donut“ klingelt es - und zwar gewaltig. Wer sich an dieses lustige Actionspiel heranwagt, sollte es also nicht in einem Ruheraum spielen. Schließlich ­hauen die Spieler immer dann, wenn sie glauben, zwei gleiche Donuts zu sehen, auf eine Glocke. Und zwei gleiche Donuts - ja, die gibt es öfter, als man denkt, denn die Karten, die die süßen Leckereien zeigen, werden zügig reihum aufgedeckt. Zudem hat jeder Donut zwei Arten von Glasuren oder Streuseln. Und sobald in der Tischmitte zwei gleiche „Beläge“ auftauchen, bedeutet dies für denjenigen Spieler einen Treffer, der die Glocke als Erster erwischt. Fazit: Sehr rasant, aber auch riskant, denn wer zu früh zuschlägt, muss bereits gewonnene Karten wieder abgeben.

Ding Dong Donut von Christian ­Kruchten und Dennis Kirps ist bei ­Noris erschienen und für zwei bis sechs Spieler ab fünf Jahren.

Für Wortgewandte

Wer findet die besten Wörter? Um diese Frage geht es bei „Das perfekte Wort“. Das Spiel läuft über neun Runden und in jeder Runde haben die Spieler eine Minute lang Zeit, sich einen Begriff auszudenken. Wie lang das Wort sein und mit welchem Buchstaben es beginnen sollte, geben Karten vor. Besonders viele Punkte lassen sich über eher selten vorkommende Buchstaben, manche Vokale und die auf dem Wertungszettel vorgegebenen Buchstaben erzielen. Doch unter Zeitdruck einen perfekt passenden Begriff zu finden, ist gar nicht so einfach. Fazit: Ein kurzweiliges Spiel für Wortgewandte; mit der Profi-Variante wird die Herausforderung noch größer.

Das perfekte Wort von Moritz Dressler ist bei Moses erschienen und für ein bis sechs Spieler ab zwölf Jahren.

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