Kirchheim

Heute ist nicht alle Tage...

Freizeit Der Märchenonkel kommt wieder, keine Frage: Dennoch waren manche Kinder beim Kirchheimer Kultursommer untröstlich, als Andreas Haußmann in seinen Geschichten zum Mitmachen zum Ende kam. Von Elise Czaja

Meistens blieben die kleinen Zuhörer auf ihren abgezählten Kissen sitzen. Foto: Jean-Luc Jacques
Meistens blieben die kleinen Zuhörer auf ihren abgezählten Kissen sitzen. Foto: Jean-Luc Jacques

Der „Märchenonkel“ Andreas Haußmann ist wieder mit seiner Gitarre unterwegs. Der Nürtinger hat im Rahmen des Kirchheimer Kultursommers im Marstallgarten die erste von geplanten drei Märchenstunden gehalten. Es ist erst die zweite, die er seit Beginn der Corona-Krise machen konnte. In seinem mittelalterlichen Outfit mit Glöckchen an den Hosenbeinen sitzt er im Schatten der Kastanien auf der Bank. Mit seiner Gitarre auf dem Schoß erzählt er den Kindern Märchen von Hasen und Bären.

Auf den 20 abgezählten Kissen sitzen die Kids und lauschen, lachen auf, und machen kräftig mit. Sie rufen in das Märchen hinein und fiebern mit. Normalerweise dürfen sie auch tanzen und springen. Wegen Corona gibt es vorerst nur die abgespeckte Version im Sitzen. Ein Vater wartet auf seine Kinder und erzählt: „Die Kleinen finden das toll. Sie wollten unbedingt her kommen.“ Als Andreas Haußmann sein letztes Märchen beendet, fängt ein Kind vor Enttäuschung an zu weinen. Am Ende gibt es zum Trost für alle abgepackte Gummibärchen.

Sandra Schöne, Citymanagerin von Kirchheim, sagt, dass es wichtig ist, den Besuchern ein sicheres Gefühl zu vermitteln. „Wir wollen die Leute langsam wieder an das Miteinander gewöhnen“, sagt sie. Deswegen wird es viele kleine Events geben, die man besuchen kann. Auch für Kinder wird es spannend bleiben: Wer den Märchenonkel verpasst hat, hat noch drei weitere Chancen, ihn zu erwischen.

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