Kirchheim

„Hoffnung“ ist Name und Programm

Ehrenamtspreis Das Café Hope in Kirchheim hat sich zu einer wichtigen Anlaufstelle für Flüchtlinge entwickelt. Deshalb ist der Verein jetzt für den Ehrenamtspreis von Teckbote und Kreissparkasse nominiert.Von Andreas Volz

Beim Sommerfest des Café Hope stand gemeinsames Flair im Mittelpunkt.Foto: Markus Brändli
Beim Sommerfest des Café Hope stand gemeinsames Flair im Mittelpunkt.Foto: Markus Brändli

Immer schon war es das Ziel des Café Hope, Menschen Hoffnung zu geben. An Flüchtlinge hat bei der Gründung vor über zehn Jahren noch keiner gedacht: Entstanden war das Café Hope nach dem Umzug der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde ins Steingau-­Zentrum. Dort befanden sich die Baptisten in unmittelbarer Nachbarschaft zur Agentur für Ar­beit. Sie sahen das als Fingerzeig von oben und richteten im Januar 2006 eine Begegnungsstätte für Arbeitssuchende ein. Zunächst ging es wirklich nur um ein Café. Einmal pro Woche gab es Kaffee und Kuchen, dazu Gespräche, Kontakte und somit auch neue Hoffnung. Viele Gäste waren und sind Langzeitarbeitslose oder auch Menschen mit körperlichen und seelischen Leiden.

2012 hat die Gemeinde ihr Angebot ausgebaut. Seither gibt es auch Mit­tagessen. Die Gästeschar wurde erweitert um Schüler, die in der Mittagspause am Steingau-Zentrum vorbei in die Stadt gegangen waren, um dort etwas zu essen. Auch viele Berufstätige und Rentner verbringen die Mittagszeit inzwischen im Café Hope – erst recht, seit das Essensangebot auf drei Wochentage ausgeweitet worden ist: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Von 11.45 bis 13.15 Uhr gibt es Essen. Geblieben ist aber auch das ursprüngliche Café, das donnerstags bis 16.30 Uhr geöffnet hat. Träger ist seit drei Jahren nicht mehr direkt die Kirchengemeinde, sondern ein gemeinnütziger Verein, der den Namen des eigentlichen Angebots trägt: „Café Hope“. Auch wenn es mittlerweile eher „Restaurant Hope“ heißen müsste, ist doch die „Hoffnung“ als solche geblieben, sowohl im Namen als auch im Programm.

Das Café Hope richtet sich an den Bedürfnissen seiner Gäste aus. Weil eben viele der durchschnittlich hundert Besucher pro Tag Schüler sind, hat es in den Schulferien geschlossen und macht selbst Ferien. Ausnahmen sind die Faschings- und die Herbstferien, berichtet Sarah Hennemann am Rand eines Sommerfests. Sie hat nicht nur die Gesamtleitung inne, sondern kümmert sich auch noch um die Öffentlichkeitsarbeit und das Fundraising. Letzteres ist ein wichtiger Punkt, denn trotz großen ehrenamtlichen Einsatzes ist das Projekt dringend auf Spenden angewiesen. Die Kosten für Essen und Trinken decken gerade einmal den Einkauf. Die Größe, die das Café Hope angenommen hat, macht aber auch den Einsatz hauptamtlicher Mitarbeiter nötig.

Die Grenzen zwischen Gästen und ehrenamtlichen Mitarbeitern sind mitunter fließend.

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