Kirchheim

Im Archiv geblättert

Über den 300. Todestag von Konrad Widerholt berichtete der Teckbote in seiner Ausgabe vom Montag, 3. Juli 1967. Widerholt war Obervogt von Kirchheim und Inspektor von Stadt und Amt Nürtingen. Im 30-jährigen Krieg war er Kommandant und Verteidiger der Festung Hohentwiel bei Singen. Dekan Nitsche würdigte das Leben Widerholts vor 50 Jahren in Kirchheim mit einer Rede. Im Mittelpunkt standen bei dieser Gedenkfeier die Ansprache des Oberbürgermeisters und die zweimalige Verleihung der neu gestifteten Konrad-Widerholt-Gedenkmünze. Diese wurde Dr. Ellen Wiederhold als Dank für ihre bedeutende Stiftung zur Pflege des Andenkens von Konrad Widerholt verliehen. Die zweite Münze erhielt Kreisschulrat Carl Mayer für intensive Heimatforschung über sieben Jahrzehnte hinweg. Die Feier fand vor dem barocken Epitaph in der Martinskirche statt, das an Konrad Widerholt erinnert. Die Gedenktafel wurde ein halbes Jahrhundert nach Abschluss des Westfälischen Friedens angebracht und zeigt drei Engelsfiguren, die Glaube, Hoffnung und göttliche Gerechtigkeit symbolisieren. Laut Dekan Nitsche wurde diese Darstellung dem Wirken Widerholts gerecht, denn dieser habe sich bemüht, irdische und göttliche Gerechtigkeit in Einklang zu bringen. jas

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