Kirchheim

Im eigenen Garten angegriffen

Gewalt Zwei zugedröhnte Männer haben in der Unteren Steinstraße die Bewohner eines Hauses beleidigt und verprügelt.

Gewalt gegen einsatzkräfte, Polizei, Rettungsdienst, DRK, Angriff, Selbstschutz
Gewalt gegen einsatzkräfte, Polizei, Rettungsdienst, DRK, Angriff, Selbstschutz

Kirchheim. Sonntagabend, 20 Uhr. In der Unteren Steinstraße sitzen zwei Frauen und ein Mann in ihrem Garten und genießen den Sommerabend. Plötzlich zerreißt Geschrei die Abendstille, es scheint von der Klosterwiese zu kommen. Wenig später bemerken die drei zwei Männer, die sich in unmittelbarer Nähe in der Lindach aufhalten. Nach einiger Zeit wird es den Bewohnern zu laut. Sie fordern die Männer auf, leiser zu sein und aus dem Wasser he­rauszukommen.

Diese Aufforderung muss der Tropfen gewesen sein, der das Fass an diesem Sonntagabend, 10. Juni, zum Überlaufen brachte und einen wahren Gewaltausbruch in Gang setzte. Wie die Polizei erst jetzt mitteilte, fühlte sich der jüngere der beiden Männer, ein 18-jähriger Deutscher, von der Ermahnung offenbar so provoziert, dass er aus dem Wasser stieg, trotz Gegenwehr über den Zaun in den Garten eindrang und auf die beiden 33 und 66 Jahre alten Frauen einschlug und sie beleidigte. Als der 36 Jahre alte Mann versuchte, den beiden Frauen zu helfen, kam der Freund des Angreifers hinzu und schlug auf den Mann ein.

Erst der Hund schaffte es, die Eindringlinge zu verscheuchen. Dabei wurde einer der Männer leicht in die Hand gebissen. Das brachte die beiden offenbar so in Rage, dass sie zurückkamen, Latten von einem Zaun abrissen und damit auf den Hund einschlugen - allerdings ohne ihn zu treffen. Dann machten sie weiter Jagd auf die drei, die sich hinter einer Tür zwischen Garten und Hofbereich in Sicherheit bringen konnten, bis die Polizei eintraf. Ein Nachbar, der den Gewaltausbruch bemerkt hatte, versuchte, die Angreifer zu vertreiben, indem er mit einer Schreckschusspistole in die Luft schoss - ohne Erfolg. Die Angreifer blieben vor Ort, bis die Polizei kam. Sie wehrten sich gegen die Festnahme und beleidigten die Beamten.

Die zwei Heranwachsenden, ein Deutscher und ein Deutscher mit italienischen Wurzeln, standen laut Polizei erheblich unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Bei der Vernehmung konnten sie sich nicht an die Taten erinnern. Auf sie kommen Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung der Beamten und der Geschädigten zu. Die drei wurden leicht verletzt. Sie erlitten eine leichte Gehirnerschütterung, Prellungen und Schürfwunden. Antje Dörr

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